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26.12.2013

20:59 Uhr

Dogus

Politische Krise sorgt türkischen VW-Großhändler

Der Korruptionsskandal in der Türkei bereitet dem VW- und Audi-Großhändler Dogus Otomotiv Sorgen. Die Geschäftsziele könnten wegen der politischen Lage nach unten korrigiert werden, warnte Dogus-Chef Ali Bilaloglu.

Die Regierungskrise in der Türkei könnte dem Autogroßhändler Dogus schaden. Reuters

Die Regierungskrise in der Türkei könnte dem Autogroßhändler Dogus schaden.

IstanbulDer türkische VW - und Audi-Großhändler Dogus Otomotiv sorgt sich angesichts der aktuellen politischen Krise und strengerer Regeln bei der Kreditvergabe um seine Geschäftsziele. Bisher gehe Dogus zwar davon aus, 2014 mit dem Verkauf von 140.000 Autos umgerechnet rund 2,1 Milliarden Euro (mehr als sechs Milliarden Lira) umsetzen zu können, sagte Chef Ali Bilaloglu am Donnerstag zu Reuters.

Damit läge der Händler, der auch Porsche und andere Marken im Programm hat, auf dem Niveau von 2013. Das Ziel könne aber noch korrigiert werden, räumte Bilaloglu ein. Dies hänge von der weiteren politischen Entwicklung und den Maßnahmen der Finanzbehörden ab.

Die Türkei wird derzeit von einem Korruptionsskandal erschüttert, der dem Unmut vieler Türken über die Regierung neue Nahrung geben dürfte und den Kunden die Kauflust nehmen könnte. Zudem hat die Automobilbranche bereits jetzt mit härteren Regeln bei der Vergabe auch von Autokrediten zu kämpfen.

Damit will die Regierung nach einem Jahrzehnt rasanten Wirtschaftswachstums Kapitalabflüsse begrenzen. Eine schwächere Landeswährung macht Importfahrzeuge zudem teurer. „Teure Autos werden von den jüngsten Maßnahmen am stärksten betroffen sein“, sagte Bilaloglu. Je nach Entwicklung auch in der Politik werde das Ziel nach den ersten drei Monaten überprüft.

Renault, deren Autos Dogus nicht im Programm hat, rechnet früheren Angaben zufolge 2014 in der Türkei mit einem Absatzrückgang von zwei Prozent auf 800.000 Fahrzeuge.

Von

rtr

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