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26.01.2006

09:59 Uhr

Dow Chemical und Monsanto zahlen Strafe

Späte Buße für Agent-Orange-Einsatz in Vietnam

Zwei US-Chemiekonzerne sind am Donnerstag veruteilt worden, Schmerzensgeld an südkoreanische Vietnamkriegsveteranen zu zahlen, die dem Entlaubungsmittel Agent Orange ausgesetzt waren.

HB SEOUL. Der Obere Gerichtshof von Seoul wies die Firmen Dow Chemical und Monsanto an, 6 800 Betroffene und ihre Familien zu entschädigen. Insgesamt müssen die Konzerne 62 Mill. Dollar (50 Mill. Euro) zahlen. Es war das erste Urteil eines südkoreanischen Gerichtes zu Gunsten der Veteranen.

„Es ist erwiesen, dass die Hersteller des Entlaubungsmittels die Sicherheit nicht gewährleisteten, weil die Dioxin-Werte über den Standardwerten lagen“, heißt es in der Urteilsbegründung.

Die US-Streitkräfte versprühten mehr als 35 Mill. Liter Agent Orange über dem Dschungel in Südvietnam, den die Vietcong als Versteck nutzten. Unter dem Gift litten auch zahllose US-amerikanische und verbündete südkoreanische Soldaten. Das Entlaubungsmittel wird für Fehlgeburten, Missbildungen, Nervenleiden und Krebserkrankungen verantwortlich gemacht.

Südkorea stellte das größte Kontingent ausländischer Truppen, die die US-Streitkräfte in Vietnam unterstützten. Von den 320 000 südkoreanischen Soldaten wurden bei den Kämpfen 5 077 getötet und 10 962 verletzt.

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