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04.08.2013

14:39 Uhr

Dritter Standort

Mahle und Bosch bauen neues Werk für Turbolader

ExklusivMahle und Bosch planen mit ihrem Joint Venture Bosch-Mahle Turbosystems ein neues Werk für Turbolader. „Wegen der hohen Nachfrage werden wir ein neues Werk außerhalb Europas bauen“, sagte Mahle-Chef Heinz K. Junker dem Handelsblatt (Montagausgabe).

Heinz Junker steht in Stuttgart an der Firmenzentrale vor einem Motorkolben-Modell: Der Vorsitzende des Autozulieferers Mahle berichtet von einer hohen Nachfrage nach Turboladern. picture alliance/dpa

Heinz Junker steht in Stuttgart an der Firmenzentrale vor einem Motorkolben-Modell: Der Vorsitzende des Autozulieferers Mahle berichtet von einer hohen Nachfrage nach Turboladern.

DüsseldorfNach früheren Angaben wurden seit Frühjahr 2012 bereits über 100.000 Lader ausgeliefert. Dem jungen Gemeinschaftsunternehmen war es unter anderem gelungen, Volkswagen als Kunden zu gewinnen. Bislang verfügt Bosch-Mahle Turbosystems über zwei Standorte in Blaichach und im österreichischen St. Michael. Das Unternehmen profitiert vom Trend zu kleineren spritsparenden Motoren, die auf Leistungssteigerung durch Turbolader angewiesen sind.

Während das Geschäft mit den Turboladern gut läuft, bereiten Mahle die Währungsschwankungen in diesem Jahr sorgen. „Währungskurseffekte kosten uns voraussichtlich mehrere hundert Millionen Euro Umsatz, und das wirkt sich natürlich auf das Ergebnis aus“, sagte Junker. „Währungsbereinigt sind wir im Plan“, betonte Junker. Im vergangenen Jahr hatte Mahle den Umsatz um knapp drei Prozent auf 6,16 Milliarden Euro gesteigert und ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen von rund 400 Millionen Euro erzielt. Mahle stellt seine genauen Halbjahreszahlen in der zweiten Augusthälfte vor.

Nach der Genehmigung der Mehrheitsübernahme des Kühlerherstellers Behr hofft Junker, die noch ausstehenden Genehmigungen der Kartellbehörden einiger Länder in Asien bis Oktober zu bekommen. „Dann können wir starten und auch gemeinsame Fertigungsstandorte angehen“, sagte der Mahle-Chef. Mahle war 2010 bei Behr eingestiegen und hatte im Mai seine Beteiligung an dem benachbarten Unternehmen auf 51 Prozent aufgestockt.

Von

mwb

Kommentare (4)

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Marx

04.08.2013, 17:30 Uhr

Typisch, raus aus Deutschland, wegen ein paar Cent.
Die Mindestlohndebatte schreckt diese Schurken ab.
Die Gewerkschaften haben über Jahrzehnte den Bogen über-
spannt, jetzt kommt die Quittung.
Wenn Deutsche Unternehmen im Ausland investieren, dann sollen sie auch in Deutschland ihre Vorzüge verlieren.
Man sollte über eine Verstaatlichung nachdenken.

Nachwuchs

04.08.2013, 18:51 Uhr

Nicht die Gewerkschaften haben den Bogen überspannt, sondern nur die hemmungslosen, gewissenlosen Manager und Politiker. Sie haben allein den Niedergang Deutschlands und der Deutschen zu verantworten. Kompleter Vermögenseinzug dieser Leurte incl. Freunde, Verwandte und Bekannte kann eine Änderung bewirken.

Klippenrand

05.08.2013, 04:11 Uhr

Ich wähle AfD, weil ich gegen die Abschaffung Deutschlands bin!
Sonst wirds doch noch gruseliger!

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