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12.03.2014

18:18 Uhr

Druckindustrie

Kaum Annäherung bei Tarifverhandlungen

Die Warnstreiks und Protestaktionen im Vorfeld zeigen kaum Wirkung: In der Druckindustrie nähern sich die Tarifparteien in der laufenden Lohnrunde nur mit Trippelschritten an. Am 20. März wird in Berlin weiterverhandelt.

Mitarbeiter in der Druckindustrie: Die Arbeitnehmer erwarteten ein deutlich verbessertes Angebot, heißt es bei der Gewerkschaft. dpa

Mitarbeiter in der Druckindustrie: Die Arbeitnehmer erwarteten ein deutlich verbessertes Angebot, heißt es bei der Gewerkschaft.

HamburgDie Tarifverhandlungen für die deutsche Druckindustrie sind nach vier Stunden vertagt worden. In der dritten Verhandlungsrunde kamen sich die Vertreter der Gewerkschaft Verdi und des Bundesverbandes Druck und Medien (BVDM) am Mittwoch in Hamburg nur wenig näher. Verdi habe angeboten, die Forderung von 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt über eine längere Laufzeit zu strecken und in zwei Schritte aufzuteilen, sagte Gewerkschaftssprecher Siegfried Heim.

Die Arbeitgeberseite legte nach eigenen Angaben ein leicht verändertes Angebot vor. Danach sollen die Löhne und Gehälter in der Druckindustrie zum 1. März um 1,8 Prozent steigen, bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Im Januar 2015 sollen die knapp 150 000 Beschäftigten der Branche zudem eine Einmalzahlung erhalten. „Das würde wirtschaftlich für die Mitarbeiter eine klare Verbesserung gegenüber der bisherigen Variante darstellen“, sagte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Sönke Boyens.

Verdi hatte die dritte Verhandlungsrunde im Vorfeld mit Warnstreiks und Protestaktionen in den Betrieben begleitet. Die Arbeitnehmer erwarteten ein deutlich verbessertes Angebot, erklärte der stellvertretende Gewerkschaftschef Frank Werneke. Die Arbeitnehmerseite lehnte das Angebot der Druckindustrie ab. Beide Seiten wollen sich am 20. März zur vierten Runde der Tarifverhandlungen in Berlin wiedersehen.

Von

dpa

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