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11.06.2014

11:00 Uhr

Druckmaschinen

Heidelberger Druck will weiter zukaufen

Die Heidelberger Druckmaschinen AG läutet die nächste Stufe des Konzernumbaus ein. Durch weitere Zukäufe will das Unternehmen wachsen, dafür sollen margenschwache Geschäfte eingespart werden.

Ein Mitarbeiter montiert in Wiesloch (Baden-Württemberg) im Werk des Druckmaschinenherstellers Heidelberger Druck ein Druckwerk des Typs Speedmaster SM 74: Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 hatte Heidelberger Druck mit vier Millionen Euro erstmals seit fünf Jahren nach Steuern wieder schwarze Zahlen geschrieben. dpa

Ein Mitarbeiter montiert in Wiesloch (Baden-Württemberg) im Werk des Druckmaschinenherstellers Heidelberger Druck ein Druckwerk des Typs Speedmaster SM 74: Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 hatte Heidelberger Druck mit vier Millionen Euro erstmals seit fünf Jahren nach Steuern wieder schwarze Zahlen geschrieben.

FrankfurtNach der Rückkehr in die Gewinnzone will die Heidelberger Druckmaschinen AG auch durch Zukäufe wieder wachsen. „Wir werden nun die nächste Stufe des Konzernumbaus starten“, erklärte Vorstandschef Gerold Linzbach am Mittwoch anlässlich der Bilanzpressekonferenz in Heidelberg. Auf der Agenda stünden Akquisitionen in Wachstumsbereiche, der Abbau margenschwacher Geschäfte und Einsparungen. Nach der am Vortag bekanntgegebenen Übernahme der auf Etiketten-Druckmaschinen spezialisierten Schweizer Gallus Holding will HeidelDruck auch bei Dienstleistungen und Verbrauchsmaterialien zukaufen. Dazu fänden bereits Gespräche statt, teilte HeidelDruck mit. Insgesamt will der Konzern seine operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) im nächsten Geschäftsjahr 2015/16 auf mindestens acht Prozent heben.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 hatte Heidelberger Druck mit vier Millionen Euro erstmals seit fünf Jahren nach Steuern wieder schwarze Zahlen geschrieben. Die Ebitda-Marge lag bei sechs Prozent. Auch im laufenden Jahr will der Weltmarktführer für Bogendruckmaschinen seine Profitabilität verbessern. Dazu überprüft der Konzern seine Produktpalette. In den nächsten sechs Monaten werde über die Stilllegung von Produktlinien entschieden, hieß es in einer Mitteilung.

An der Börse kamen die Pläne gut an: Die im SDax gelisteten Heideldruck-Aktien legten knapp zwei Prozent auf 2,63 Euro zu.

Von

rtr

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