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18.12.2013

17:41 Uhr

Druckmaschinenbauer

Koenig & Bauer streicht Stellen in Würzburg

Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer nennt Details zum geplanten Jobabbau: Vor allem am Stammsitz schrumpft die Belegschaft. Wie stark, hängt von den Verhandlungen mit dem Betriebsrat ab.

Das Werk Radebeul im Jahr 2004. Der Hauptsitz von Koenig & Bauer liegt in Würzburg. dpa

Das Werk Radebeul im Jahr 2004. Der Hauptsitz von Koenig & Bauer liegt in Würzburg.

WürzburgDer geplante Stellenabbau beim fränkischen Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) trifft den Stammsitz in Würzburg am schwersten. Dort sollen bis zu 530 Arbeitsplätze wegfallen, sagte Unternehmenssprecher Klaus Schmidt am Mittwoch nach einer Betriebsversammlung. Das wären etwa 30 Prozent der Belegschaft. Das Unternehmen will mit einer Neuausrichtung aus den roten Zahlen kommen und insgesamt 1100 bis 1500 Stellen streichen.

Im österreichischen Mödling sollen bis zu 460 Jobs wegfallen, in Radebeul (Sachsen) bis zu 180, in Frankenthal (Rheinland-Pfalz) und im tschechischen Dobru¨ka zusammen 330. Dies seien Zielgrößen, sagte Schmidt. Im Januar sollen Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretungen beginnen. „Die endgültigen Zahlen dürften etwas kleiner sein.“ Im Zuge des Umbaus seien auch betriebsbedingte Kündigungen zu erwarten. „Die werden sich bei dieser Zahl nicht vermeiden lassen“, meinte der Sprecher.

Die Branche schwächelt seit Jahren, weil das Geschäft mit Maschinen für den Druck von Zeitungen und Werbeprospekten lahmt. Das betrifft vor allem Rollenmaschinen, wie sie in Würzburg gefertigt werden. In den ersten neun Monaten machte KBA rund 20 Millionen Euro Verlust und steuert auf das erste negative Jahresergebnis seit 2008 zu. Das börsennotierte Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren bereits ein Viertel seiner Stellen abgebaut, aktuell beschäftigt es noch rund 6200 Mitarbeiter.

„Ich weiß, dass KBA Maßnahmen einleiten muss, wenn das Unternehmen langfristig am Markt bestehen will“, sagte der erste Bevollmächtigte der IG Metall Würzburg, Walther Mann - er sitzt im Aufsichtsrat des Unternehmens. „Wenn ein Personalabbau kommt, ist die Frage, wie man ihn so sozialverträglich wie möglich gestalten kann.“ Dies sei die Aufgabe für die anstehenden Verhandlungen.

Von

dpa

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