Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.08.2012

08:08 Uhr

Düngemittel-Hersteller

K+S weckt Hoffnung auf eine höhere Dividende

Gute Nachrichten für die Aktionäre von K+S: Der Düngemittel-Hersteller stellt eine höhere Dividende in Aussicht. Im zweiten Quartal konnte der Dax-Konzern beim Gewinn kräftig zulegen.

Ein blühendes Rapsfeld auf eine rund 90 Meter hohe Abraumhalde des Kaliwerkes in Zielitz. dpa

Ein blühendes Rapsfeld auf eine rund 90 Meter hohe Abraumhalde des Kaliwerkes in Zielitz.

FrankfurtDer Düngemittel- und Salzkonzern K+S macht seinen Aktionären nach einem Gewinnsprung im zweiten Quartal Hoffnung auf eine höhere Ausschüttung. Unter anderem dank des Verkaufs der Stickstoff-Düngemittelsparte bestehe für das Jahr 2012 die Chance auf eine höhere Dividende, teilte der Dax-Konzern aus Kassel am Dienstag mit. Bisher hatte das Unternehmen lediglich in Aussicht gestellt, die Gewinnbeteiligung von 1,30 Euro je Aktie aus dem Vorjahr stabil zu halten.

Hauptgrund für die Anhebung der Dividenden-Prognose ist ein Buchgewinn von 70 bis 80 Millionen Euro durch den Verkauf des Stickstoff-Düngemittelgeschäfts an den russischen Konzern EuroChem, der Anfang Juli unter Dach und Fach gebracht wurde. Zudem würden belastende Effekte aus der Veräußerung der 2011 losgeschlagenen Blumenerde-Sparte Compo wegfallen. Nach der Trennung von den beiden wenig einträglichen Bereichen kann sich K+S künftig ganz auf sein Kerngeschäft mit Kali-Düngemitteln und Salz konzentrieren.

Während das Salzgeschäft wegen des relativ milden Winters deutlich schlechter läuft als im Vorjahr, floriert der Absatz in der wichtigsten Sparte mit Düngemitteln. K+S profitiert wie die Konkurrenten Potash und Agrium davon, dass sich viele Bauern derzeit angesichts hoher Getreidepreise mit Düngemitteln eindecken. "Die derzeitige Entwicklung der Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten in den für uns relevanten Märkten sollte sich in den kommenden Monaten fortsetzen und dazu führen, dass dieser Geschäftsbereich nun sogar ein leicht steigendes operatives Ergebnis ausweisen dürfte", sagte K+S-Chef Norbert Steiner.

Die Preise für Weizen, Mais und andere Agrarrohstoffe sind seit Mitte Juni wegen der Dürre in den USA und anderen wichtigen Getreide-Anbauregionen kräftig gestiegen. Für die Bauern steigt damit der Anreiz, ihre Erträge durch den Einsatz von Düngemittel auf einer größtmöglichen Anbaufläche zu maximieren. Bei K+S stieg das bereinigte Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäften im zweiten Quartal in der Folge um 17 Prozent auf 141,2 Millionen Euro, der Umsatz kletterte um 21 Prozent auf 996,5 Millionen Euro.

Im Gesamtjahr geht der Konzern, der bereits Ende Juli Eckdaten für das zweite Quartal vorgelegt hatte, weiter von einem Umsatz von 3,9 bis 4,2 (Vorjahr: 4,0) Milliarden Euro und einem Betriebsgewinn (Ebit 1) von 820 bis 900 (Vorjahr: 906,2) Millionen Euro aus. Das bereinigten Ergebnis nach Steuer soll - auch dank der Einnahmen durch den Sparten-Verkauf - auf 630 bis 690 Millionen Euro steigen nach 581,8 Millionen vor Jahresfrist.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×