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11.03.2011

09:13 Uhr

Düngemittelkonzern

K+S ist offen für Übernahme

Vor der Zentrale des Düngemittel- und Salzhersteller K+S in Kassel blähen die Fahnen im Wind. Quelle: dpa

Vor der Zentrale des Düngemittel- und Salzhersteller K+S in Kassel blähen die Fahnen im Wind.

BerlinDie BASF-Aktien von K+S werden heute zwischen 50 und 51 Euro angeboten.

Das berichten Händler der Frankfurter Börse. Das entspricht einem Abschlag von sechs bis acht Prozent vom Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag. BASF hatte am Donnerstag nach Börsenschluss überraschend den Ausstieg aus der einstigen Konzertochter angekündigt und erklärt, den verbliebenen Anteil von 10,3 Prozent an dem Kasseler Konzern zu verkaufen.

Damit dürften Aktien im Wert von mehr als einer Milliarde Euro auf den Markt geworfen werden. Die K+S-Papiere verloren im frühen Handel 6,4 Prozent auf 50,74 Euro, nachdem sie zur Handelseröffnung 9,3 Prozent nachgegeben hatten. Durch den Ausstieg von BASF steigt der Streubesitz der K+S-Aktien, weshalb Analysten die Wahrscheinlichkeit für eine Übernahme von K+S steigt.

BASF-Aktien sackten in einem schwachen Gesamtmarkt um 1,4 Prozent auf 57,92 Euro ab.

K+S würde einer Übernahmeofferte für das Unternehmen nicht grundsätzlich ablehnend gegenüberstehen. "Wenn jemand kommt und sagt, er wolle sich mit K+S beschäftigen, werden wir uns auch damit auseinandersetzen", sagte Firmenchef Norbert Steiner dem Deutschen Anleger Fernsehen laut Mitteilung des Senders vom Donnerstagabend.

Derzeit habe der deutsche Düngemittel- und Salzkonzern aber keine Hinweise auf ein solches Vorhaben. K+S arbeite völlig losgelöst von jeglichen Übernahmespekulationen an der Verbesserung seines Geschäfts und Wertes. "Das ist in unseren Augen auch der beste Schutz gegen eine Übernahme zu nicht angemessenen Bedingungen." Steiner sagte zudem, Übernahmen wie das geplante Vorhaben von BHP Billiton zum Kauf des Rivalen Potash im Volumen von 38 Milliarden Dollar werde es für K+S nicht geben. "Das ist einfach mehrere Hausnummern für uns zu groß. Unser Kurs ist der des nachhaltigen, gesunden und kontrollierten Wachstums."

K+S hatte sich am Donnerstag auf der Bilanz-Pressekonferenz angesichts kräftig gestiegener Preise für Weizen, Mais und andere Agrarprodukte optimistisch zum Geschäftsverlauf geäußert. 2011 werde mit einer kräftig steigenden Nachfrage nach Düngemitteln gerechnet, hatte Steiner gesagt. Das laufende Jahr werde "ein gutes Jahr" für K+S werden.

Von

rtr

Kommentare (1)

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TGX

11.03.2011, 14:26 Uhr

... verkauft alle deutschen Firmen, werdet sie los, alles muss raus, immer weg damit ...

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