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07.11.2012

14:36 Uhr

Dufthersteller

Schwellenländer-Geschäfte stützen Symrise

Der niedersächsische Aromenproduzent Symrise verzeichnet neun Prozent mehr Gewinn nach neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr. Für das Gesamtjahr prognostiziert der Konzernchef jedoch ein bescheideneres Wachstum.

Ein Symrise-Mitarbeiter in einem Konzern-Labor nahe Sao Paulo. Reuters

Ein Symrise-Mitarbeiter in einem Konzern-Labor nahe Sao Paulo.

FrankfurtDie kräftige Nachfrage aus Lateinamerika und Asien hält den Duft- und Aromenhersteller Symrise auf Kurs. Der Konzern bestätigte nach Umsatz- und Gewinnzuwächsen im dritten Quartal seine Geschäftsziele für dieses Jahr. "Wir blicken daher unvermindert optimistisch in die Zukunft", erklärte das weltweit viertgrößte Unternehmen der Branche am Mittwoch. Die Schuldenkrise in Europa belaste zwar zunehmend die globale Wirtschaft. Konzernchef Heinz-Jürgen Bertram sieht aber weiter Chancen zu wachsen - vor allem in den Schwellenländern. In China und Brasilien hatte Symrise seine Geschäfte zuletzt stark ausgebaut.

Bertram peilt für das Gesamtjahr ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen drei und fünf Prozent an nach 1,58 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Dabei soll das Geschäft in diesem Jahr eine stabile operative Rendite (Ebitda-Marge) von rund 20 Prozent abwerfen.

Im dritten Quartal baute Symrise seinen operativen Gewinn (Ebitda) um 13 Prozent auf 90,3 Millionen Euro aus, der Konzernüberschuss legte um sechs Prozent auf 42,4 Millionen Euro zu. Die operative Rendite lag bei 20,2 Prozent. Das Unternehmen aus dem niedersächsischen Holzminden setzte von Juli bis September 448 Millionen Euro um und damit 13,6 Prozent mehr als vor Jahrefrist. Hierbei halfen Symrise auch günstige Wechselkurse. Das stärkste Wachstum erzielte der Konzern in Lateinamerika mit 25 Prozent, gefolgt von Asien mit einem Plus von 24 Prozent. In Europa setzte Symrise lediglich vier Prozent mehr um als vor einem Jahr.

Aktuell macht Symrise rund die Hälfte seines Geschäfts in den Schwellenländern und expandiert dort weiter. So übernahm Symrise vor einigen Monaten in Brasilien die auf Duftstoffe für Parfüms und Haarpflegeprodukte spezialisierte Belmay Fragrances Industria e. Commercio und eröffnete in Sao Paulo ein neues Entwicklungszentrum. Brasilien ist mittlerweile der weltweit zweitgrößte Markt für Körperpflege-Produkte.

Der 2003 aus dem Zusammenschluss von Haarmann & Reimer und Dragoco hervorgegangene Konzern deckt mit rund 30.000 Produkten das ganze Feld der Riech- und Geschmacksstoffe für Parfüms, Kosmetika, Lebensmittel und Haushaltsprodukte ab. Branchenführer ist aktuell der Schweizer Konzern Givaudan gefolgt von seinem heimischen Rivalen Firmenich und dem US-Konzern IFF.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

07.11.2012, 08:24 Uhr

Sehr brav.

Man muß aber wissen, daß Symrise vor einigen Jahren durch schwedische Heuschrecken, sogenannte Investoren, bis aufs Hemd ausgeplündert worden ist. Die sind mit dem gesamten Firmenwert in der Tasche wieder weg, haben die Hülle gegen utes Geld an der Börse plaziert und alles, was jetzt und weiter an Gewinn erwirtschaftet wird, dient nur dazu, die hinterlassenen Schulden zu bedienen.

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