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10.03.2014

13:25 Uhr

Dufthersteller

Symrise mit starkem Gewinn

Eine starke Nachfrage nach Menthol hat die Gewinne des Duft- und Aromenherstellers Symrise angeschoben. Auch die blendenden Geschäfte in Nord- und Südamerika sorgen für das gute Ergebnis des Unternehmens.

Geruchsprobe in der Symrise-Fabrik in Holzminden: Der Aromahersteller steigert den operativen Gewinn um zehn Prozent – und plant für die Zukunft Übernahmen. dpa

Geruchsprobe in der Symrise-Fabrik in Holzminden: Der Aromahersteller steigert den operativen Gewinn um zehn Prozent – und plant für die Zukunft Übernahmen.

FrankfurtDer Duft- und Aromenhersteller Symrise hat im abgelaufen Jahr von einer kräftigen Nachfrage nach Menthol und starken Geschäften in Nord- und Südamerika profitiert. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei 2013 um zehn Prozent auf 373 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen mit Sitz im niedersächsischen Holzminden am Montag mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem operativen Gewinn von 376 Millionen Euro gerechnet.

Symrise setzte 2013 mit seinen Substanzen für Parfum-Hersteller, die Kosmetikindustrie, die Lebensmittel- und Getränkebranche 1,83 Milliarden Euro um - ein Plus von sechs Prozent. Den Aktionären versprach Konzernchef Heinz-Jürgen Bertram eine Anhebung der Dividende auf 70 Cent nach 65 Cent pro Aktie im Jahr davor. Analysten hatten eine Erhöhung auf 75 Cent prognostiziert.

Für das laufende Jahr erwartet der Konkurrent des Schweizer Branchenführers Givaudan das auf zwei bis drei Prozent geschätzte Wachstum des Markts für Duft- und Aromenstoffe zu übertreffen. Dabei rechnet Symrise mit einigem Gegenwind durch den starken Euro. Dennoch strebt der Konzern eine operative Rendite (Ebitda-Marge) von rund 20 Prozent an.

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Einem Zeitungsbericht zufolge soll Symrise ein milliardenschweres Gebot für den französischen Wettbewerber Diana abgegeben haben. Auch der japanische Gewürzhersteller Ajinomoto habe eine Offerte eingereicht, berichtete die „Financial Times“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Beide Gebote bewerteten das französische Unternehmen, das vorrangig Substanzen für die Lebensmittelindustrie herstellt, mit mehr als 1,2 Milliarden Euro inklusive Schulden. Symrise lehnte eine Stellungnahme ab.

Auch die Finanzinvestoren CVC, Eurazeo und Pamplona sind dem Bericht zufolge noch im Rennen. Der französische Finanzinvestor Ardian habe Diana 2007 für 710 Millionen Euro inklusive Schulden übernommen. Die Beteiligungsgesellschaften Blackstone und BC Partners hätten es nicht in die zweite Bieterrunde geschafft.

Symrise sieht sich in der Lage, auch größere Übernahmen zu stemmen. Symrise könne sich eine zusätzliche Verschuldung von 300 bis 400 Millionen Euro leisten, sagte Finanzchef Bernd Hirsch am Montag auf der Bilanz-Pressekonferenz in Frankfurt. „Das ist überhaupt kein Thema für uns, eine Transaktion in der Größenordnung auch relativ kurzfristig allein über Fremdkapital zu finanzieren“, sagte der Manager. Auch vor größeren Transaktionen schrecke Symrise nicht zurück. Symrise würde dann aber auch Eigenkapital einsetzen.

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