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05.05.2015

12:40 Uhr

Dufthersteller

Symrise profitiert von Diana-Übernahme

Der Duft- und Aromenhersteller Symrise profitiert von der Übernahme des französischen Rivalen Diana und dem starken Wachstum in Lateinamerika: Der Betriebsgewinn steigt um 47 Prozent. Nun will Symrise weiter wachsen.

Der Aromenhersteller Symrise setzte 668 Millionen Euro um, ein Plus von 42 Prozent binnen Jahresfrist. dpa

Duftgewinnung im Labor

Der Aromenhersteller Symrise setzte 668 Millionen Euro um, ein Plus von 42 Prozent binnen Jahresfrist.

FrankfurtNach der milliardenschweren Übernahme des französischen Rivalen Diana streckt der Duft- und Aromenhersteller Symrise die Fühler nach weiteren Zukäufen aus. „Wir können jederzeit in jedem Umfang aktiv werden, wenn es denn Sinn macht. Diana ist schon ziemlich verdaut“, sagte Vorstandschef Heinz-Jürgen Bertram am Dienstag anlässlich der Quartalsbilanz. „Wenn es interessante Gelegenheiten gibt, sind wir mit dabei.“ Der Vorstand schaue sich Ziele in einer Größenordnung von bis zu 250 Millionen Euro an. Symrise hatte Diana im vergangenen Jahr für rund 1,3 Milliarden Euro übernommen. Der Zukauf und ein starkes Wachstum in Lateinamerika verhalfen dem niedersächsischen Unternehmen zu Jahresbeginn zu einem kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg.

An der Börse kam das gut an. Symrise-Aktien legten um bis zu 5,4 Prozent zu und waren größter Gewinner im Nebenwerteindex MDax. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben die weltweite Nummer drei unter den Duft- und Aromenherstellern nach Givaudan und Firmenich. Symrise habe zuletzt auf breiter Front Marktanteile gewonnen, sagte Bertram.

Im ersten Quartal erhöhte sich der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) um 47 Prozent auf 148,8 Millionen Euro. Unter dem Strich stieg der Gewinn um 31 Prozent auf 68 Millionen Euro. Symrise setzte 668 Millionen Euro um, ein Plus von 42 Prozent binnen Jahresfrist. „Wir hatten einen Jahresauftakt nach Maß“, sagte Bertram. „Diana hat unsere Erwartungen nach der Integration mehr als erfüllt.“

Symrise verzeichnete zweistelliges Wachstum in allen Regionen, wobei Lateinamerika mit Abstand die wachstumsstärkste Region war. Bertram verwies zudem auf ein starkes Geschäft mit Aromen und Inhaltsstoffen für die Nahrungsmittelindustrie (Flavor & Nutrition), aber auch im Bereich Duft und Pflege (Scent & Care) lief es rund.

„Trotz Unsicherheiten in einzelnen Märkten bleiben wir auch für die kommenden Quartale zuversichtlich“, sagte Bertram. Symrise erwarte eine „solide Nachfrage“ in alle Regionen. Sorgen bereite etwa das Geschäft in Russland, der Ukraine und im Nahen Osten. „Es ist nicht ganz einfach, dort auf Kurs zu bleiben“, erklärte Bertram. Bislang komme das Unternehmen mit den Herausforderungen aber gut klar.

Bertram bestätigte die Prognose für das laufende Jahr. Symrise will schneller wachsen als der weltweite Markt für Duftstoffe und Aromen, für den ein Plus von zwei bis drei Prozent erwartet wird. Die Ebitda-Marge soll mehr als 20 Prozent betragen. Im ersten Quartal lag diese bei 22,3 (Vorjahreszeitraum: 21,5) Prozent.

Von

rtr

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