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12.03.2013

12:56 Uhr

Duftstoffhersteller

Symrise erzielt Rekord bei Umsatz und Gewinn

Der Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise hat einen Rekordgewinn erwirtschaftet. Der Umsatz stieg um bis zu 20 Prozent. Konzernchef Heinz-Jürgen Bertram bleibt auch für das laufende Jahr optimistisch.

Eine Mitarbeiterin des Aromenherstellers Symrise. Der Duftkonzern hat einen Rekordgewinn eingefahren. dpa

Eine Mitarbeiterin des Aromenherstellers Symrise. Der Duftkonzern hat einen Rekordgewinn eingefahren.

FrankfurtDer Duft- und Aromenhersteller Symrise hat sich nach einem Rekordgewinn neue Zielmarken für die nächsten Jahre gesetzt. Den Aktionären versprach Konzernchef Heinz-Jürgen Bertram am Dienstag bei Vorlage der Jahresbilanz 2012 eine Anhebung der Dividende um drei Cent auf 65 Cent. Analysten hatten allerdings mit 70 Cent gerechnet. Die im Nebenwerteindex MDax notierte Aktie büßte daraufhin zeitweise mehr als zwei Prozent ein.

Im vergangenen Jahr wurden die Geschäfte vor allem von einer kräftigen Nachfrage aus den Schwellenländern und aus Nordamerika gestützt. Der operative Gewinn (Ebitda) des Branchenvierten legte um sieben Prozent auf 338,9 Millionen Euro zu. Das Unternehmen aus dem niedersächsischen Holzminden baute seinen Umsatz um fast zehn Prozent auf 1,735 Milliarden Euro aus. Inzwischen steuern Schwellenländer rund 48 Prozent zum Konzernumsatz bei. Beim Jahresüberschuss erreichte Symrise im vergangenen Jahr mit einem Anstieg von sieben Prozent auf 157,5 Millionen Euro eine neue Bestmarke.

Das sind die größten Chemieunternehmen Deutschlands

Platz 10

Das Ranking der umsatzstärksten deutschen Chemieunternehmen eröffnet Beiersdorf. Die Hamburger sind vor allem als Kosmetikhersteller mit Nivea und Co. bekannt. Umsatz 2012: 6,0 Milliarden Euro.

Platz 9

Die Lanxess AG ist ein Ableger von Bayer. Der Spezialchemie-Konzern machte 2012 einen Umsatz von 9,1 Milliarden Euro. Das reicht für den neunten Platz.

Platz 8

Das Chemie- und Pharmaunternehmen Merck KGaA mit Sitz in Darmstadt kommt auf Rang acht der Rangliste. 2012 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 11,2 Milliarden Euro.

Platz 7

Der Essener Konzern Evonik hat im Jahr 2012 einen Umsatz von 13,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das reicht für Platz sieben.

Platz 6

Boehringer Ingelheim ist das zweitgrößte forschende Pharmaunternehmen in Deutschland. Der Umsatz 2012: 14,7 Milliarden Euro.

Platz 5

Der Spezialgase-Spezialist Linde kommt auf den fünfte Rang der umsatzstärksten deutschen Chemieunternehmen. 2012 lag der Umsatz bei 15,3 Milliarden Euro.

Platz 4

Henkel kommt auf den vierten Platz der Rangliste. Der Düsseldorfer Konzern ist vor allem bekannt für Persil-Waschmittel und Pritt-Kleber. Der Umsatz 2012: 16,5 Milliarden Euro.

Platz 3

Das Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen Fresenius ist einer der größten Krankenhausbetreiber Deutschlands. Das Bad Homburger Unternehmen erzielte einen Umsatz von 19,3 Milliarden Euro (inklusive Pharma).

Platz 2

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer ist die deutsche Nummer zwei. Der Umsatz 2012 betrug 39,8 Milliarden Euro (inklusive Pharma).

Platz 1

BASF ist das weltweit größte Chemieunternehmen. Die Ludwigshafener haben im Jahr 2012 einen Umsatz von 78,7 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Das Unternehmen sei für das Jahr 2013 gut gerüstet, sagte Bertram. „Wir wollen erneut schneller wachsen als der Markt für Aromen und Duftstoffe.“ Dabei unterstellt der Firmenchef für ein Marktwachstum von zwei bis drei Prozent. Das Konjunkturumfeld sei insgesamt günstig, allerdings würden in Europa die Unsicherheiten aufgrund der Schuldenkrise anhalten.

Symrise will weitere Marktanteile gewinnen

Bis 2020 will Symrise seinen Konzernumsatz um mehr als eine Milliarde Euro erhöhen - hauptsächlich aus eigener Kraft. Lediglich kleinere Zukäufe zur Ergänzung der Geschäfte seien dabei eingeplant, sagte Bertram. Symrise würde damit bis 2020 im Schnitt seine Erlöse pro Jahr um fünf bis sieben Prozent ausbauen. „Wir denken, wir gewinnen weiter Marktanteile“, sagte Bertram. Er kündigte an, die Produktion von Menthol noch einmal deutlich auszubauen. Grund sei die hohe Nachfrage der Hersteller von Mundpflegeprodukten und Kosmetik. Symrise strebt bis 2020 einen operative Gewinn (Ebitda) von mehr als 500 Millionen Euro an. Dabei sollen die Geschäfte in den nächsten Jahren eine operative Rendite (Ebitda-Marge) in einer Spanne zwischen 19 und 22 Prozent abwerfen. Im vergangenen Jahr lag die Marge bei 19,5 Prozent.

Die Geschäfte der großen Riechstoff- und Duftproduzenten laufen insgesamt derzeit rund. Die Nummer Eins der Branche, der Schweizer Konzern Givaudan, hatte im vergangenen Jahr einen Gewinnsprung erzielt. Der Überschuss schnellte 2012 um 63 Prozent auf 411 Millionen Franken in die Höhe. Dabei profitierte Givaudan von einer deutlichen Nachfrage nach Substanzen für Mundpflegeprodukte und Waschpulver.

Von

rtr

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