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21.03.2012

11:52 Uhr

Dumping-Importe

Solarworld will Anti-China-Zölle

Solarworld will chinesische Dumping-Importe in die EU stoppen und Sonderzölle durchsetzen. In Abstimmung mit der EU-Kommission wird eine Klage vorbereitet. Auch die USA wollen gegen unlauteren Wettbewerb vorgehen.

Solarworld will gegen chinesische Dumping-Importe vorgehen. dapd

Solarworld will gegen chinesische Dumping-Importe vorgehen.

DüsseldorfNach der US-Entscheidung für erste Sonderzölle auf chinesische Solarimporte strebt Solarworld nun auch in Europa Schritte gegen die ungeliebte Konkurrenz an. „Wir bereiten in enger Abstimmung mit der EU-Kommission eine Klage vor“, sagte ein Sprecher von Deutschlands größtem Solarmodulbauer am Mittwoch.

Damit solle eine Einführung von Strafzöllen auf Dumping-Importe chinesischer Solarhersteller erreicht werden. Es müsse eine Unterstützergruppe organisiert werden, die mindestens 25 Prozent der Jahresproduktion in Europa repräsentiert. Auch wenn international agierende Konzerne sich eher nicht beteiligten, sei er zuversichtlich, dass die Klage im Sommer eingereicht werden könne.

Die von den USA beschlossenen Sonderzölle sind nach Ansicht von Solarworld-Chef Frank Asbeck ein erster Schritt. „Ich begrüße, dass in den USA die unfairen Handelspraktiken der Chinesen erkannt wurden“, sagte Asbeck. Mitte Mai werde die US-Regierung über mögliche Anti-Dumping-Zölle entscheiden, die sich zu den bereits verhängten Zöllen addierten. „Das ist das, was auch in der EU angestoßen werden wird“, kündigte er an.

Im Herbst hatte die US-Tochter von Solarworld zusammen mit sechs anderen Firmen eine Petition bei der US-Regierung gegen die zunehmenden Billig-Importe aus China eingereicht. Asbeck und seine Mitstreiter werfen der chinesischen Konkurrenz unlauteren Wettbewerb vor. Diese erhalte günstige Kredite von staatlicher Seite und bringe die Produkte zu Dumping-Preisen auf den Markt. Daher forderten die Unternehmen Strafzölle von über 100 Prozent auf importierte Solarzellen und -module aus China.

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