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23.08.2013

19:14 Uhr

E-Autobauer

Tesla streitet in China um Markennamen

In der Pekinger Tesla-Filiale ist kein Firmenlogo zu sehen. An den Wänden hängen nur Werbeplakate des Model S. Grund ist ein Lizenzrechtsstreit – jemand habe sich den Markennamen bereits vor Jahren registrieren lassen.

Ursprünglich wollte Tesla schon Anfang des Jahres einen Verkaufsraum in Peking eröffnen. Ein Lizenzrechtsstreit macht dem Unternehmen einen Strich durch die Rechnung. AFP

Ursprünglich wollte Tesla schon Anfang des Jahres einen Verkaufsraum in Peking eröffnen. Ein Lizenzrechtsstreit macht dem Unternehmen einen Strich durch die Rechnung.

Peking/ShanghaiEin Lizenzstreit droht offenbar die Pläne des US-Elektroautobauers Tesla für einen Vorstoß nach China zu verzögern. Ursprünglich habe Tesla schon Anfang des Jahres einen repräsentativen Verkaufsraum im Herzen von Peking eröffnen wollen, verlautete aus dem Umfeld des kalifornischen Unternehmens am Freitag. Wegen eines Rechtstreits um den Markennamen sei das Vorhaben aber auf Eis gelegt worden.

Als Folge bleibt die erste Tesla-Filiale in China geschlossen. Es ist kein Tesla-Zeichen zu sehen, lediglich Werbeplakate des populären Model S des zehn Jahre alten E-Autopioniers hängen an den Fenstern. Den Behörden zufolge hat ein Geschäftsmann aus der Provinz Guangdong bereits vor sieben Jahren den Markennamen in China registrieren lassen.

Mehr Autos aus der Steckdose

Ziel

Eine Million Elektroautos sollen bis 2020 auf Deutschlands Straßen rollen. Dieses Ziel hatte die Bundesregierung 2009 ausgegeben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekräftigt es seitdem immer wieder. Experten und Manager der Autobranche halten dies jedoch für kaum erreichbar. Mit bestehenden finanziellen Anreizen sei bis 2020 maximal eine Zahl von 600.000 Elektrofahrzeugen denkbar, sagte Henning Kagermann, Chef der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE). Auch Daimler-Chef Dieter Zetsche teilt diese Einschätzung.

NPE

Zur NPE gehören unter anderem Vertreter von Industrie, Wissenschaft und Politik. Momentan sind in Deutschland über 43 Millionen Pkw zugelassen, 2012 wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) rund 3000 E-Autos neu zugelassen. Momentan fahren 7100 reine Elektroautos auf Deutschlands Straßen und 65.000 Hybrid-Fahrzeuge mit Elektro- und Kraftstoffmotor.

Bisherige Förderung

In Deutschland sind Elektroautos von der Kraftfahrzeugsteuer befreit. Der Zeitraum für diese Steuerbefreiung wurde im Herbst von fünf auf zehn Jahre ausgedehnt. Danach gilt eine Steuerermäßigung von 50 Prozent. Die Forschung im Bereich Elektromobilität wird vom Staat mit 1,5 Milliarden Euro gefördert. Daneben bezuschusst der Bund auch Wasserstoff als Antriebsform.

Künftige Anreize

In Zukunft sollen Elektro-Dienstwagen steuerlich bevorteilt werden. Daneben will Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) für Elektroautofahrer neben finanziellen auch andere Anreize schaffen wie beispielsweise Sonderparkplätze oder die Möglichkeit der Benutzung von Busspuren durch Elektroautos. Denkbar sind demnach auch freie Zufahrtsmöglichkeiten für E-Lieferwagen in Innenstädte.

Kaufprämie

Eine direkte Förderung für den Kauf von Elektroautos lehnt die Bundesregierung weiter ab. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) fordert solche Prämien seit langem. Und auch die Grünen haben einen entsprechenden Zuschuss angemahnt.

Zu dem Lizenzrechtsstreit wollte sich Tesla nicht äußern. Eine Firmensprecherin sagte aber, dass das Unternehmen inzwischen erste Reservierungen für das Model S in China entgegengenommen habe. Das Geschäft in Peking solle noch dieses Jahr eröffnet werden.

Von

rtr

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