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13.12.2013

10:29 Uhr

EADS-Chef

Budget für europäisches Drohnenprogramm

EADS-Chef Thomas Enders wünscht ein europäisches Drohnenprogramm. Er fordert ein Budget für die Entwicklung einer Drohne. Bislang muss Europa auf Drohnen der USA und Israel zurückgreifen. Hoffnungen macht er sich kaum.

Der Chef des Luftfahrtkonzerns EADS, Tom Enders, kämpft um die Entwicklung einer europäischen Drohne. dpa

Der Chef des Luftfahrtkonzerns EADS, Tom Enders, kämpft um die Entwicklung einer europäischen Drohne.

LondonEADS-Chef Thomas Enders macht sich weiterhin nur wenig Hoffnung auf ein baldiges europäisches Drohnenprogramm. In einem Interview mit der „Financial Times“ (Freitag) drängte der Manager die Regierungen, sich beim EU-Gipfel kommende Woche in Brüssel auf einen Zeitplan und ein Budget für die Entwicklung einer Drohne zu einigen. Nur so lasse sich der Rückstand zu den USA und Israel verringern, auf deren unbemannte Fluggeräte bislang auch europäische Streitkräfte zurückgreifen müssen. Er sei allerdings „nicht sonderlich optimistisch“, dass es zu einer Einigung komme.

Enders forderte die Politik auf zu entscheiden, wie wichtig ihr eine eigene Rüstungsindustrie in Europa sei. Bisherige Anläufe für eine europäische Drohne, etwa für das geplante EADS-Modell „Talarion“, scheiterten bereits in der Entwicklungsphase an der fehlenden Unterstützung der beteiligten Staaten. EADS hat gerade entschieden, 5800 Jobs vor allem im Rüstungs- und Raumfahrtgeschäft zu streichen. Grund dafür ist der Auftragsrückgang seitens der europäischen Regierungen.

Die wichtigsten Standorte der Airbus-Rüstungssparte

Platz 10

Schrobenhausen - 1100 Beschäftigte - Forschung, Lenkwaffen Raketen

Platz 9

Backnang - 1200 Beschäftigte - Kommunikationstechnik

Platz 8

Varel - 1260 Beschäftigte - Teile für Militärtransporter, Kampfflugzeuge

Platz 7

Unterschleißheim - 1400 Beschäftigte - IT, Verwaltung, Montage

Platz 6

Ottobrunn - 1400 Beschäftigte - Satelliten, Forschung, Verwaltung

Platz 5

Friedrichshafen - 2500 Beschäftigte - Satelliten, Sonden

Platz 4

Ulm - 3000 Beschäftigte - Radar

Platz 3

Augsburg - 3000 Beschäftigte - Teile für Kampfflugzeuge, Militärtransporter

Platz 2

Bremen - 3200 Beschäftigte - Satelliten, Trägerraketen

Platz 1

Manching - 4500 Beschäftigte - Kampfflugzeuge

Von

dpa

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