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14.01.2005

10:36 Uhr

EADS hatte Entwicklung erst Mitte Dezember beschlossen

Airbus rechnet mit vier Milliarden Euro Entwicklungskosten für A350

20 Prozent der Entwicklungskosten sollen von externen Partnern kommen, sagte Airbus-Chef Noel Forgeard einer Zeitung.

HB MÜNCHEN. Die EADS-Tochter Airbus SAS, Blagnac, rechnet für ihr geplantes Langstreckenflugzeug A350 nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Noel Forgeard mit Entwicklungskosten von 4 Mrd. Euro. Dazu würden externe Partner 20 % beisteuern, sagte Forgeard in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Die Gewinnschwelle für das Modell liege etwas über der des neuen Großraumflugzeugs A380, das nächsten Dienstag erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird. "Die Gewinnschwelle beim A380 liegt bei 250 Flugzeugen. Für den A350 wird sie ein bißchen höher sein", sagte Forgeard.

Die Airbus-Muttergesellschaft European Aeronautic Defence and Space Co (EADS) hatte Mitte Dezember die Entwicklung des Langstreckenflugzeugs A350 beschlossen. Der neue Flugzeugtyp mit 245 bis 285 Sitzplätzen beruht auf einer Weiterentwicklung des derzeitigen A330 und soll in der ersten Jahreshälfte 2010 in den Dienst gestellt werden. Mit der Entscheidung reagiert EADS auf das geplante Modell 7E7 des Wettbewerbers Boeing.

Forgeard, der im Sommer dieses Jahres seinen Landsmann Philippe Camus an der Spitze der EADS ablösen wird, hob wenige Tage vor dem Roll-out des A380 nochmals die Bedeutung des Großraumjets mit mindestens 555 Plätzen hervor. "Wir werden mehr als 700 A380 bauen und über den gesamten Lebenszyklus 150 Mrd EUR einnehmen", sagte Forgeard. Das Programm ist für 40 Jahre angelegt. Von 2008 an erwarte der Hersteller jährlich 35 Auslieferungen des A380. Das Großraumflugzeug werde 25% bis 30% zum Airbus-Umsatz beisteuern. Der Ergebnisbeitrag werde noch darüber liegen, sagte Forgeard.

Nach 320 Flugzeugauslieferungen 2004 rechnet Forgeard damit, "dass wir diese Zahl 2005 um mehr als 10% übertreffen". Nach früheren Aussagen des Unternehmens strebt Airbus im laufenden Jahr 350 bis 360 Auslieferungen an. Zugleich bekräftigte Forgeard die Hoffnung, für den A380 im laufenden Jahr erstmals auch Bestellungen aus China zu erhalten.

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