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11.12.2013

18:05 Uhr

EADS

Neuer Ärger mit dem Militärtransporter A400M

ExklusivDie Auslieferung des Airbus A400M an die bestellenden Nationen verzögert sich deutlich. EADS kann die Frist des Transall-Nachfolgers nicht einhalten. Der Hersteller greift in die Trickkiste – und hofft auf Verständnis.

Der Airbus A400M: Die Auslieferung verzögert sich. Reuters

Der Airbus A400M: Die Auslieferung verzögert sich.

Berlin, MünchenDer Hersteller EADS kann den Militärtransporter A400M nicht wie vereinbart an die Bundeswehr ausliefern. Das geht aus der Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Haushaltsexperten Tobias Lindner hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Die EADS-Tochter Airbus Military habe die Bestellernationen darüber informiert, dass die erste Maschine in der vereinbarten Ausstattung erst „etwa Mitte 2015“ an die Luftwaffe übergeben werden könne, heißt es darin. Vereinbart ist aber die Auslieferung bis November 2014.

Um den Termin doch noch einhalten zu können, habe Airbus Military angeboten, „den Partnernationen Flugzeuge mit Minderleistungen und einer Verpflichtung zur späteren Nachrüstung anzubieten“, heißt es in dem Schreiben des Parlamentarische Staatsekretärs Christian Schmidt.

Ob die Bundeswehr sich darauf einlasse, werde noch geprüft. Airbus Military äußerte sich auf Anfrage zuversichtlich, den verabredeten Zeitplan einhalten zu können. Es könne allerdings „einige Umplanungen bei einzelnen Nationen“ geben, wie sie im Rahmen eines solch umfangreichen Programmes „nicht unüblich“ seien, sagte eine Sprecherin.

Die Bundeswehr hat 53 Maschinen bei Airbus Military im Wert von 7,1 Milliarden Euro bestellt. Die A400M soll die mehr als 40 Jahre alte Transall ablösen.

Kommentare (6)

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Nachwuchs

11.12.2013, 19:18 Uhr

EADS? Ist dies nicht die Spitzenfirma, die "Experten" massenhaft entlässt? Ärger kann also nicht sein!

Hemmi

12.12.2013, 09:56 Uhr

Hr. Enders legt doch so viel Wert darauf, dass EADS respektive Airbus nach den Regeln der freien Wirtschaft zu führen ist. Ich hoffe im Vertrag zur 400M sind Vertragsstrafen und Ausstiegsklauseln enthalten, die nun gezogen werden sollten. Gabs da nicht noch ein ferngesteuertes Fliegerlein, dass zwar teuer, aber nicht zu gebrauchen bzw nach zivilen, europäischen Richtlinien zur Zulassung gebracht werden konnte?
Im Sinne der Steuerzahler würde ich mir hier ein harte Linie gegenüber dem Gebaren von Hr. Enders wünschen. Erwartet er eigentlich noch die ausstehenden 600Mio Anschubfinanzierung für die A350 vom deutschen Fiskus? Wieso streich ich in einem profitablen Unternehmen Stellen, wenn ich mit meinen vertraglichen Verpflichtungen mit aktueller Stärke schon nicht nachkomme?

TomXXX

12.12.2013, 10:12 Uhr

Naja... ein paar von den Experten hätten die sehr viel früher rauswerfen sollen.

Hoffentlich bauen sie jetzt nicht die falschen ab...

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