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19.01.2010

11:54 Uhr

Edelschokolade

Rückschlag für Lindt & Sprüngli

Schokolade ist auch in der Krise gefragt. Allerdings darf es immer öfter auch die kostengünstigere Variante sein. Darunter leidet auch Lindt & Sprüngli. Das Schweizer Traditionsunternehmen hat 2009 weniger verdient als im Vorjahr.

Auch die Lindt-Hasen ließen 2009 etwas die Ohren hängen. dpa

Auch die Lindt-Hasen ließen 2009 etwas die Ohren hängen.

HB ZÜRICH. Die Käufer von Schokolade haben im vergangenen Jahr lieber nach günstigen Produkten als nach Edelmarken gegriffen und damit das Geschäft von Lindt & Sprüngli belastet. Der Umsatz des Premium-Schokoladeherstellers sank 2009 etwas stärker als von Analysten erwartet um 1,9 Prozent auf 2,52 Mrd. Franken (1,7 Mrd. Euro). Das organische Wachstum in Lokalwährungen gab die Firma am Dienstag mit 2,3 Prozent an.

Lindt rechnet mit einem operativen Gewinn am unteren Rand der im Frühjahr genannten Bandbreite von 260 bis 280 Mio. Franken. 2008 hatte der Betriebsgewinn (Ebit) 361 Mio. Franken betragen.

In der zweiten Jahreshälfte 2010 erwartet Lindt in den meisten Ländern eine allmähliche Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Konsumentenstimmung.

Zudem sollte dann auch der Handel wieder optimistischer eingestellt sein. Vorerst sei aber mit einer herausfordernden Situation auf den Rohstoffmärkten, anhaltenden Währungsschwankungen und einer weiterhin verhaltenen Konsumentenstimmung zu rechnen.

Lindt reiht sich damit ein unter andere Branchenvertreter. Der Schweizer Schokoladehersteller Barry Callebaut etwa geht davon aus, dass sich der Markt dieses Jahr volumenmäßig seitwärts bewegt und 2011 dann wieder anzieht.

Die Lindt-Partizipationsscheine fielen um 0,8 Prozent auf 2231 Franken und damit stärker als der europäische Lebensmittelsektor. Kepler-Analyst Jon Cox sprach von einem wenig positiven Ausblick. Dass Lindt davon ausgehe, die Preise nur punktuell anpassen zu können, lasse Druck auf die Gewinnmargen erwarten.

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