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02.09.2013

15:18 Uhr

Ehemalige Großwerft

Nordseewerke bauen Offshore-Fundament

Die Beschäftigung bei den Emder Nordseewerken ist vorerst gesichert. Die ehemalige Großwerft hat einen Auftrag für ein Offshore-Fundament bekommen. Das Unternehmen befand sich zuletzt in einer schwierigen Phase.

Mitarbeiter der Nordseewerke arbeiten auf dem Werftgelände in Emden an einem Tripod. Die ehemalige Großwerft hat einen Auftrag zum Bau eines großen Plattformfundaments für einen Offshore-Windpark bekommen. dpa

Mitarbeiter der Nordseewerke arbeiten auf dem Werftgelände in Emden an einem Tripod. Die ehemalige Großwerft hat einen Auftrag zum Bau eines großen Plattformfundaments für einen Offshore-Windpark bekommen.

EmdenDie ehemalige Großwerft Nordseewerke im ostfriesischen Emden hat einen Auftrag für ein großes Offshore-Fundament bekommen. Er soll die Beschäftigung für mehrere Monate sichern. Das Projekt mit einem Volumen von knapp zehn Millionen Euro solle Anfang November beginnen, sagte der Vertriebsleiter Offshore der Nordseewerke-Mutter DSD, Henning Björnsen, am Montag in Emden.

Auftraggeber ist die Werft Nobiskrug in Rendsburg. Auf dem Fundament werde später eine Wohnplattform für den Windpark Dan Tysk mit 80 Windkraftanlagen in der Nordsee westlich von Sylt errichtet.

Mitte Februar hatte der Stahl- und Anlagenbauer DSD Steel Group im Saarland die Nordseewerke mit 240 von zuletzt 750 Mitarbeitern übernommen. Seitdem kämpft das Unternehmen um Aufträge. DSD-Geschäftsführer Dietmar Richter sprach von einer schwierigen Anfangsphase bei den Nordseewerken seit der Übernahme.

Die größten Windkraftanlagenhersteller (Ranking 2012)

Platz 10

Die Unternehmensberatung BTM Consult analysiert einmal im Jahr den weltweiten Markt für Windkraftanlagenhersteller. Auf dem zehnten Platz befindet sich in der aktuellen Rangliste, die sich auf Daten von 2012 bezieht, das chinesische Unternehmen Mingyang mit einem Marktanteil von 2,7 Prozent. Laut eigenen Angaben ist die Firma der größte nicht-staatliche Windkraftanlagenbauer von China und arbeite in Deutschland mit dem Unternehmen aerodyn Energiesysteme zusammen.

Platz 9

Auch auf dem neunten Platz ist ein chinesisches Unternehmen, wenn auch nur mit dem geringen Anteil von 3,2 Prozent: Sinovel.

Platz 8

Mit einem Marktanteil von 4,7 Prozent ist United Power auf dem achten Platz der Weltrangliste der größten Windkraftanlagenhersteller. Das Unternehmen ist wie Sinovel und Mingyang in China beheimatet.

Platz 7

6 Prozent Marktanteil hat das chinesische Unternehmen Goldwind.

Platz 6

Gamesa ist das einzige spanische Unternehmen in der Top 10-Liste der größten Windkraftanlagenhersteller der Welt. Die Firma hat ihren Hauptsitz im Baskenland in Nordspanien und hatte 2012 einen Marktanteil von 6,1 Prozent weltweit.

Platz 5

Auf dem fünften Platz befindet sich mit einem Marktanteil von 7,4 Prozent die Suzlon Group aus Indien. Im Vorjahr war sie noch auf dem sechsten Platz

Platz 4

Auch das deutsche Unternehmen Enercon kletterte weltweit in der Rangliste nach oben – vom fünften Platz 2011 ging es auf den vierten Platz 2012. Enercon hat einen Marktanteil von 8,2 Prozent, in Deutschland hat das Unternehmen dagegen einen Anteil von mehr als 50 Prozent. 

Platz 3

Auch auf dem dritten Platz der weltgrößten Windkraftanlagen befindet sich ein deutsches Unternehmen: Siemens. Sein Anteil am Weltmarkt betrug 2012 laut BTM Consult 9,5 Prozent.

Platz 2

Eine schwere Rückschlag musste im vergangenen Jahr der dänische Windkraftanlagenbauer Vestas einstecken. Erstmals seit 2000 schaffte es das Unternehmen mit einem Marktanteil von 14 Prozent nicht auf den ersten Platz der größten Anlagenhersteller.

Platz 1

General Electric hat im vergangenen Jahr erstmals Vestas vom ersten Platz der Rangliste der größten Windkraftanlagenbauer verdrängt – mit einem Marktanteil von 15,5 Prozent. Das US-Unternehmen war 2011 noch an dritter Stelle.

Größtes Problem für die Branche ist laut Björnsen die unklare Finanzierung von Windparks, da Netzanschlüsse und damit auch die zu erwartenden Erträge für Investoren nicht gesichert seien. Wenn die Bundesregierung die richtigen Weichen stelle, könne die ehemalige Werft 2014 fast vollständig ausgelastet sein, sagte Richter. Nach DSD-Angaben gibt es im Moment Anfragen zu weiteren Offshore-Bauteilen oder Schleusentoren.

Von

dpa

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