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15.06.2014

11:46 Uhr

Ein 50-Milliarden-Angebot

Herzklappenhersteller will Megadeal

Paukenschlag in der Medizintechnikbranche: Der US-Konzern Medtronic will offenbar den Rivalen Covidien übernehmen. Ein Angebot im Volumen von 50 Milliarden Dollar liegt auf dem Tisch. So will der Konzern Steuern sparen.

Der Medtronic-Vorsitzende Omar Ishrak: Rivale Covidien hat seinen Sitz in Irland – das könnte bei einer Übernahme Steuervorteile für Medtronic bringen. Reuters

Der Medtronic-Vorsitzende Omar Ishrak: Rivale Covidien hat seinen Sitz in Irland – das könnte bei einer Übernahme Steuervorteile für Medtronic bringen.

New York/ChicagoDie Medizintechnikbranche steuert informierten Personen zufolge auf eine Großfusion im Volumen von bis zu 50 Milliarden Dollar zu. So viel wolle der US-Konzern Medtronic für den Rivalen Covidien auf den Tisch legen, sagte eine mit dem Vorhaben vertraute Person am Wochenende.

Für den weltgrößten unabhängigen Hersteller von Herzschrittmachern, Herzklappen und Insulinpumpen ist der Rivale nicht zuletzt deshalb attraktiv, weil er seinen Sitz in Irland hat. Nach einem Zusammenschluss könnte Medtronic seine Zentrale auch in das für seine niedrigen Steuersätze bekannte Land verlagern.

Dieses Ziel spielte zuletzt eine Rolle bei einer ganzen Reihe von Fusionen in der Branche, die den Sparkurs im Gesundheitssektor zu spüren bekommt. Die Gespräche zwischen den beiden Unternehmen seien bereits weit fortgeschritten, sagte der Insider weiter. Ein Abschluss im Volumen von 45 bis 50 Milliarden Dollar könnte schon am Montag verkündet werden.

Medtronic und Covidien wollten sich zu den Informationen, über die zuerst das „Wall Street Journal“ berichtet hatte, nicht äußern. Unter Experten gilt das Geschäft zwischen den beiden auch in Deutschland tätigen Konzernen als sehr wahrscheinlich, weil es sowohl finanziell als auch strategisch vorteilhaft sei.

Schließlich sei Medtronic im Kerngeschäft von Covidien, der Produktion von Präzisionsinstrumenten für die Chirurgie, kaum vertreten, sagte Raj Denhoy, Analyst beim Investmenthaus Jefferies.

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