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12.01.2009

13:02 Uhr

Einigung gesucht

Conti- und Schaeffler-Belegschaften fordern Burgfrieden

Die Belegschaftsvertreter von Continental und Schaeffler haben sich für ein Ende der Machtkämpfe in dem Unternehmensverbund ausgesprochen. Grundlage dafür müssten die im Sommer 2008 im Zuge der Übernahme gemachten Zusicherungen von Schaeffler sein.

Das Continental-Werk Hannover. Foto: dpa dpa

Das Continental-Werk Hannover. Foto: dpa

HB HANNOVER. „Die öffentliche Auseinandersetzung über Management- und Unternehmensstrukturen muss beendet werden und einer gemeinsamen Aufarbeitung der aktuell operativen Themen weichen.“

Das teilten die Gewerkschaften und Betriebsräte am Montag in einer gemeinsamen Erklärung mit. Die Belegschaftsvertreter sind offen für neue Investoren. Diese könnten dazu beitragen, dass die riesige Schuldenlast die Stabilität und Zukunftsfähigkeit beider Firmen nicht gefährdet.

Schaeffler hat für 90 Prozent der Conti-Aktien zehn Milliarden Euro gezahlt, muss sich laut einer Investorenvereinbarung aber die nächsten Jahre auf eine 49,9-prozentige Beteiligung beschränken und hat die überschüssigen Aktien zunächst an seine Banken weitergereicht.

Conti hat seit der Übernahme von Siemens VDO rund elf Milliarden Euro Schulden. „Es ist nicht akzeptabel, dass Schulden der Schaeffler KG, die sich aus der Finanzierung des Aktienkaufs ergeben, auf die Continental AG übertragen werden“, heißt es in dem Papier. Sollten sich die Manager beider Firmen zu einem Umbau der Gruppe entschließen, müssten dort überall paritätisch besetzte Aufsichtsräte entstehen. Denkbar wäre etwa eine Fusion des Autozuliefer-Geschäfts beider Firmen.

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