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30.03.2014

22:25 Uhr

Einigung mit Outokumpu

Bochumer Stahlwerk schließt frühestens 2015

Edelstahlhersteller Outokumpu und die IG Metall haben sich nach monatelangen Verhandlungen geeinigt. Das Werk in Bochum wird wohl 2015 geschlossen. Mitarbeiter erhalten 10.000 Euro und eine Arbeitsplatzgarantie.

Mit der Einigung endet ein monatelanger Konflikt. Der tief in die roten Zahlen gerutschte Edelstahlhersteller hatte angekündigt, das Bochumer Werk mit 450 Beschäftigten im kommenden Jahr schließen zu wollen. dapd

Mit der Einigung endet ein monatelanger Konflikt. Der tief in die roten Zahlen gerutschte Edelstahlhersteller hatte angekündigt, das Bochumer Werk mit 450 Beschäftigten im kommenden Jahr schließen zu wollen.

Krefeld/BochumDas Outokumpu-Edelstahlwerk in Bochum schließt frühestens im September 2015. Darauf haben sich die IG Metall und der finnische Edelstahlkonzern Outokumpu am Sonntag in Krefeld geeinigt, wie die Gewerkschaft in Düsseldorf mitteilte. Zuvor werde allerdings bis Ende Februar eine Jury überprüfen, ob eine Verlagerung der Schmelzkapazitäten in zwei andere Standorte im Ausland überhaupt technisch möglich sei. Bei positivem Ausgang des Tests könne das Stahlwerk dann frühestens nach sechs Monaten geschlossen werden.

Keiner der derzeit 450 Beschäftigten habe einen Arbeitsplatzverlust zu befürchten, hieß es von der IG Metall weiter. Es sei sichergestellt, dass den Beschäftigten alternative und gleichwertige Arbeitsplätze bei ThyssenKrupp, Outokumpu oder HKM angeboten werden. Außerdem gebe es einen finanziellen Ausgleich sowie eine Zusatzzahlung in Höhe von 10.000 Euro pro Mitarbeiter. Verhandelt wurde unter Leitung von Konzernchef Mika Seitovirta und IG Metall NRW-Bezirksleiter Knut Giesler.

In einer Mitteilung von Outokumpu wurde die Überprüfung nicht erwähnt. Dort hieß es lediglich: „Das Bochumer Stahlwerk wird in 2015 nach einem erfolgreichen Verlagerungsprozess geschlossen.“ Wie das Unternehmen weiter mitteilte, wird das Kaltwalzwerk in Düsseldorf-Benrath voraussichtlich 2016 geschlossen. Die 450 Beschäftigten sollen nach Angaben eines Unternehmenssprechers entweder in Krefeld weiterarbeiten können, zu ThyssenKrupp wechseln oder in den Vorruhestand gehen. Die Schließung dieses Werks stand schon länger fest.

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