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18.05.2017

23:43 Uhr

Einigung mit Sammelklägern

BMW soll im Airbag-Skandal Millionen hinblättern

Haben Autohersteller mit defekten Takata-Airbags bewusst Sicherheitsrisiken in Kauf genommen? Die Schuldfrage müssen BMW, Toyota, Mazda und Subaru nicht beantworten, wenn der angepeilte Millionen-Vergleich durchgeht.

Im Streit um defekte Takata-Airbags steht für den Autobauer eine Einigung noch aus. Dagegen haben BMW und drei weitere Hersteller sich am Donnerstag mit US-Klägern auf einen Vergleich geeinigt. AFP; Files; Francois Guillot

Airbag-Skandal

Im Streit um defekte Takata-Airbags steht für den Autobauer eine Einigung noch aus. Dagegen haben BMW und drei weitere Hersteller sich am Donnerstag mit US-Klägern auf einen Vergleich geeinigt.

WashingtonIm Rechtstreit um defekte Airbags des japanischen Zulieferers Takata haben sich BMW und drei weitere Autobauer in den USA auf einen Vergleich mit Sammelklägern verständigt. BMW, Toyota, Mazda und Subaru wollen zur Beilegung des Verfahrens zusammen 553 Millionen Dollar auf den Tisch legen, wie aus Gerichtsunterlagen vom Donnerstag hervorgeht.

Toyota müsse dabei den größten Teil mit 278,5 Millionen Dollar stemmen. Auf BMW kommen 131 Millionen Dollar zu, auf Mazda 76 Millionen und auf Subaru 68 Millionen Dollar. Betroffen waren 9,2 Millionen Autos von Toyota, 2,6 Millionen von Subaru, 2,3 Millionen von BMW und 1,7 Millionen von Mazda.

Fehlerhafte Airbags: Takata rutscht noch tiefer ins Minus

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Durch den Rückruf fehlerhafter Airbags ist Takata noch tiefer in die Verluste gerutscht. Das Unternehmen schreibt aufgrund der hohen Kosten schon im dritten Jahr in Folge rote Zahlen. Ein Sanierungsplan ist in Arbeit.

Ein Gericht in Florida muss dem Vergleich noch zustimmen. Mit der Einigung ist kein Schuldeingeständnis der Autobauer verbunden. Honda, Ford und Nissan haben bislang noch keine Einigung mit US-Klägern erzielt. Die Kläger werfen den Autobauern vor, bei den Takata-Airbags bewusst Sicherheitsrisiken in Kauf genommen zu haben.

Die Airbags des japanischen Zulieferers können unter Umständen bei einem Unfall zu stärk auslösen und damit Fahrer und Mitfahrer gefährden. Die Mängel werden für mindestens 16 Todesfälle weltweit verantwortlich gemacht.

Die meistgebauten Autos der Welt 2016

Platz 5

Platz fünf geht an den achtsizigen Kompakt-Van Wuling Hongguang aus China, der mit 847.000 produzierten Fahrzeugen im Jahr 2016 auch das meistgebaute Auto Asiens war.

Platz 4

Der koreanische Hersteller Hyundai fertige von Elantra im Jahr 2016 nicht weniger als 875.000 Einheiten. In Deutschland kennt man ihn kaum noch, da er hier bereits ab 2006 durch den i30 im Modellprogramm ersetzt wurde.

Platz 3

Es gibt sie noch, die Statistiken, in denen der VW Golf nicht auf Platz 1 steht. in 2016 gebaute 970.000 Einheiten reichen im globalen Vergleich nur für Bronze. Immerhin: Der Golf war meistgebautes Auto in Europa. In Wolfsburg liefen 2016 rund 650.000 Modelle vom Band. Die restlichen 320.000 Einheiten der Jahresproduktion wurden vor allem in China und Mexiko gefertigt.

Platz 2

Auf Rang zwei der weltweit meistgebauten Autos landet 2016 mit dem Toyota Corolla ein ganz klassischer Pkw. Mit 985.000 Einheiten lässt die Limousine die Kompaktklassen-Wettbewerber VW Golf (970.000 Einheiten) und Hyundai Elantra (875.000 Einheiten) hinter sich.

Platz 1

Der Sieger ist ein Pick-up: Die Ford F-Reihe war 2016 das meistgebaute Auto der Welt. Insgesamt verließen 1,012 Millionen Einheiten die Fließbänder im amerikanischen Dearborn, wie der Informationsdienstleister Inovev meldet. Der Pick-up ist seit 1978 das meistverkaufte Auto der USA, seit 1983 trägt er auch den Titel des meistverkauften Autos weltweit.

Die defekten Airbags führten zur größten Rückrufaktion in der amerikanischen Geschäfte, 42 Millionen Fahrzeuge mussten in die Werkstätten. Die Kunden erhalten nun bis zu 500 Dollar pro Person und bekommen weitere entstandene Kosten erstattet.

Takata bekannte sich im Februar vor Gericht des Betrugs schuldig und stimmte Strafen in Höhe von einer Milliarde Dollar zu. Das Unternehmen muss sich zudem drei Jahre lang unter die Aufsicht eines unabhängigen Prüfers stellen.

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