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24.01.2007

08:33 Uhr

Einigung

Royal Dutch zahlt mehr für Shell Canada

VonGerd Braune

Den größten Teil der Aktien hält der Ölkonzern Royal Dutch Shell bereits an Shell Canada. Schon seit längerem will das Unternehmen auch die restlichen Anteile erwerben. Nachdem die Aktionäre das erste Angebot abgelehnt hatten, legte Royal Dutch nun noch einmal nach.

OTTAWA. Der Ölkonzern Royal Dutch Shell hat sein Angebot für die Übernahme von Shell Canada erhöht und mit dem kanadischen Unternehmen bereits eine Einigung erzielt. Die Aktionäre von Shell Canada erhalten 45 kanadische Dollar (29,25 Euro) pro Aktie. Der Wert der Transaktion beträgt rund 8,7 Mrd. kanadische Dollar. Royal Dutch ist bereits zu 78 Prozent Eigentümer von Shell Canada und will die restlichen Anteile erwerben.

Ein Ausschuss von Shell Canada und das Board of Directors haben nach Angaben der Beteiligten den Aktionären die Annahme des Angebots empfohlen. Royal Dutch Shell hatte im Oktober vergangenen Jahres ein erstes Angebot über 40 Dollar pro Aktie unterbreitet. Dies stieß bei den Aktionären nicht auf das erhoffte Echo. Das jetzige Angebot gilt für 35 Tage und hat als Bedingung, dass die Inhaber von mehr als 50 Prozent der ausstehenden Aktien zustimmen.

Shell Canada ist durch eigene Anlagen und Beteiligungen stark in den Ölsandprojekten im Norden der kanadischen Provinz Alberta engagiert. Durch Expansion der Projekte soll die tägliche Förderung, die bei 93 000 Barrel Öl pro Tag liegt und auf 155 000 Barrel ausgelegt ist, in den nächsten 15 Jahren auf 350 000 Barrel gesteigert werden. Royal Dutch möchte die Ölgewinnung aus dem bitumenhaltigen Ölsand stärker in sein Raffineriegeschäft eingliedern.

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