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26.01.2005

20:10 Uhr

Einmalkosten schmälern Gewinn

Altria verdient weniger Geld

Der weltgrößte Zigarettenkonzern und führende US- Lebensmittelhersteller Altria hat im vergangenen Jahr bei steigendem Umsatz weniger verdient. Gründe dafür sollen einmalige Aufwendungen in der Nahrungsmittelsparte sowie der lahmende Zigarettenabsatz in Europa sein.

HB CHICAGO. In den drei Monaten sei der Gewinn auf 1,95 Mrd. Dollar oder 94 Cent je Aktie gesunken, teilte der Konzern, zu dem Marken wie Marlboro-Zigaretten oder Kraft-Käse gehören, am Mittwoch mit. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen einen Gewinn von 2,09 Mrd. Dollar oder 1,02 Dollar pro Anteilschein ausgewiesen. Ohne die Einmalfaktoren habe der Gewinn je Dividendenpapier aus dem laufenden Geschäft 1,08 Dollar betragen. Analysten hatten im Schnitt 1,06 Dollar je Aktie vorausgesagt. Die Erlöse wuchsen Altria zufolge um 8,8 % auf 22,38 Dollar. Im Quartal wurden mit 47,1 Mrd. Zigaretten 1,5 % mehr als vor einem Jahr ausgeliefert.

Für das Jahr 2005 prognostizierte der Konzern einen Gewinn je Anteilschein aus dem laufenden Geschäft von 4,95 bis 5,05 Dollar. Erstmals seit zweieinhalb Jahren hob das Unternehmen im Dezember den Preis für Marlboro-Zigaretten um zehn Cent pro Päckchen an, was Analysten zufolge die Gewinnentwicklung im laufenden Jahr unterstützen dürfte.

Insgesamt erhöhte sich der Umsatz 2004 um 10,2 % auf 89,6 Mrd. Dollar. Dies führte Altria auf günstige Wechselkurseffekte und Steigerungen im nordamerikanischen Lebensmittelgeschäft und beim internationalen Tabakhandel zurück. Der Marktanteil von Philip Morris (Marlboro, Parliament, Virginia, Basic) am US-Tabakmarkt sei von 48,7 auf 49,8 % gestiegen. Auch das internationale Geschäft habe sich stärker entwickelt. Einbußen habe es aber in Deutschland, Frankreich und Italien gegeben. Der deutsche Zigarettenmarkt sei um 15,5 % eingebrochen.

Der operative Gewinn des Altria-Konzerns schrumpfte 2004 im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 % auf 15,2 Mrd. Dollar. Hier hätten sich vor allem Abschreibungen auf Vermögenswerte und die Kosten für das Restrukturierungsprogramm bei Kraft Foods, an der Altria 85 % hält, negativ ausgewirkt. Kraft hatte am Dienstag bei steigenden Umsätzen deutlich weniger Gewinn ausgewiesen. Altria ist auch am Brauereikonzern SAB Miller beteiligt.

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