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28.08.2011

09:53 Uhr

Einsparungen

Erneut Stellenabbau bei Conergy

VonMartin Murphy

ExklusivAls Antwort auf den Druck der chinesischen Konkurrenz muss der Solarkonzern weiter sparen. Das betrifft im Besonderen die Fertigung von Vorprodukten. Damit steht der Belegschaft ein weiterer Stellenabbau bevor.

Bei Conergy will man  künftig den Schwerpunkt auf die Fertigung von Solarmodulen legen. dpa

Bei Conergy will man künftig den Schwerpunkt auf die Fertigung von Solarmodulen legen.

DüsseldorfDer Solarkonzern Conergy steht vor einem erneuten Umbau. Das Unternehmen will sich in seinem Werk in Frankfurt (Oder) auf die Produktion von Solarmodulen konzentrieren und daher die Fertigung der Vorprodukte Wafern und Zellen dicht machen, wie das Handelsblatt aus dem Konzernumfeld erfuhr. Conergy reagiert damit auf den harten Wettbewerbsdruck der chinesischen Konkurrenz, die nicht nur billiger ist, sondern inzwischen auch bessere Qualitäten produziert.

Künftig will das Hamburger Unternehmen die Vorprodukte daher bei Wettbewerbern einkaufen, wie es hieß. Die Fokussierung auf die Modulfertigung am Standort Deutschland ist aus Sicht vieler Analysten sinnvoll, da ein Transport von Modulen etwa aus China oder anderen asiatischen Ländern Zeit und Geld kostet. Solarzellen können günstig per Flugzeug nach Europa transportiert werden.

Mit der Umstrukturierung würden etwas weniger als 100 der rund 700 Beschäftigten im Frankfurter Werk ihren Job verlieren, hieß es. Einen weiteren, allerdings kleineren Stellenabbau werde es in der Zentrale in Hamburg geben. Das Unternehmen lehnte einen Kommentar dazu ab.

Für die Mitarbeiter von Conergy sind die nun geplanten Einschnitte nicht der erste Umbau. Nach der Beinahepleite Ende 2007 hatte der neue Vorstand um Dieter Ammer massiv die Kosten gedrückt. Tochtergesellschaften im Ausland wurden dicht gemacht, Teile wie das Windgeschäft wurden verkauft. Trotz dem massiven Umbauprogramm, dem 1000 Arbeitsplätze zum Opfer fielen, kam Conergy nicht auf die Füße. Um eine erneute Finanzkrise zu verhindern, hatte sich der Konzern zwar erst kürzlich in die Arme von Finanzinvestoren begeben. Hedgefonds um York Capital und die Deutsche Bank halten inzwischen knapp 50 Prozent der Aktien.

Kommentare (5)

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28.08.2011, 10:11 Uhr

Grüne versprechen eine Million Arbeitsplätze
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gruene-versprechen-eine-million-arbeitsplaetze/3173394.html
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Grüne versprechen eine Million Arbeitsplätze abzubauen , der Umwelt zu liebe !!!



Account gelöscht!

28.08.2011, 11:40 Uhr

Ein Finanzinvestor, da ist die Pleite in 1-2Jahren doch schon vorprogrammiert !!
Wird dann alles in China produziert. Die haben weder Finanzinvestoren noch Banken, die 25% Gewinne erwarten.
Dort wird Verbrechern die Unternehmen zerstören der Prozess gemacht!!

rollin

28.08.2011, 12:01 Uhr

Sie haben ja nicht gesagt wo die Arbeitsplätze entstehen (China). Aber mal im Ernst. Die Produktion der Zellen ist nicht so spannend. Aber die Handwerker in Deutschland (Dachdecker) könnten schon ne Menge zu tun haben wenn jeder mal so ein Ding auf sein Dach bekommt. Aber dafür sind die Dinger noch zu teuer. Ist eher eine Frage der Moral, wenn man sich sowas heute schon aufs Dach setzt (oder eine Frage der Subvention).

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