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25.03.2012

17:00 Uhr

Einstellungsboom

Job-Wunder erreicht die Dax-Firmen

ExklusivLange Zeit waren die großen Börsenkonzerne die Buhmänner, weil sie in der Heimat Jobs strichen. Jetzt kehrt sich der Trend um. Das zeigen der Einstellungsboom 2011 und über 12.000 offene Stellen.

Siemens-Turbinenwerk: 6.000 Menschen wurden eingestellt. dpa

Siemens-Turbinenwerk: 6.000 Menschen wurden eingestellt.

Rund 100.000 Stellen hatten die Dax-Konzerne in den vergangenen fünf Jahren in Deutschland gestrichen, selbst im Boomjahr 2010 gingen 5.000 Stellen verloren. Das ist jetzt Vergangenheit. Die 30 Unternehmen beschäftigten zum Jahreswechsel 1,59 Millionen Angestellte in Deutschland. Das waren knapp 16.280 mehr als ein Jahr zuvor. Die Bilanz sähe noch besser aus, hätten nicht Thyssen-Krupp und die Allianz Unternehmensteile abgestoßen und dadurch viele Tausend Stellen abgegeben.

Insgesamt waren zum Jahreswechsel 3,8 Millionen Menschen bei den 30 Dax-Konzernen tätig - rund 60.000 mehr als Ende 2010. Das belegen die Geschäftsberichte und Auskünfte aus den Konzernzentralen.

Stärkster Treiber des Einstellungsbooms in Deutschland sind die exportstarken Industriekonzerne mit hohem Umsatzanteil im Ausland. Der Chemiekonzern BASF beschäftigt 52.049 Mitarbeiter in Deutschland, 1.248 mehr als ein Jahr zuvor. Für Siemens arbeiten jetzt hierzulande 116.000 Beschäftigte, 6.000 mehr als ein Jahr zuvor. Der Gesundheitskonzern Fresenius mit seiner in den USA starken Tochter FMC kommt in Deutschland auf ein Stellenplus von 4.439. Bei den Autobauern BMW, Daimler und VW hat sich die Zahl um 17.000 hierzulande erhöht. Mit Abstand größter Einsteller in Deutschland war VW mit 11.000 neuen Stellen. Dabei sind die erstmals konsolidierten Mitarbeiter von MAN nicht eingerechnet.

Ein Ende des Einstellungsbooms ist nicht in Sicht. Das belegen die rund 12.000 offenen Stellen. Allein Siemens sucht aktuell in Deutschland 3.000 neue Mitarbeiter, unter anderem Elektrotechniker, Informatiker und Maschinenbauer. Mehr als zwei Drittel der Unternehmen geht nach einer Handelsblatt-Umfrage davon aus, die Anzahl der Mitarbeiter 2012 zu erhöhen oder mindestens stabil zu halten.

Von

som

Kommentare (1)

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maui

25.03.2012, 17:59 Uhr

Lieber HB, ihr mit EUREN WUNDERberichtstüten, mit EUREN SUPER-oder-MAD/BAD/SCHLIMMst verbalen Potenzierungen könntet Euer Blatt eigentlich auflösen: WO schreibt schon so. DAX-Firmen sind ein BRUCHTEIL der deutschen Wirtschaft! Was soll das, so zu tun, als ob das ALLE wären????

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