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20.10.2011

18:11 Uhr

Elefantengipfel

Eigentümer beraten über Zukunft von Ferrostaal

ExklusivEin Spitzentreffen in Paris soll die Fehde um Ferrostaal beenden. VW schickt seinen Finanzvorstand Dieter Pötsch. IPIC-Chef Khadem Al-Qubaisi wird persönlich teilnehmen.

Mehrere Personen betreten die Firmenzentrale des Anlagenbauer Ferrostaal in Essen. dpa

Mehrere Personen betreten die Firmenzentrale des Anlagenbauer Ferrostaal in Essen.

DüsseldorfDie zerstrittenen Eigentümer der Essener Traditionsfirma Ferrostaal wollen mit einem Elefantengipfel ihren Streit beenden. Am Wochenende treffen in Paris die Spitzen von MAN und IPIC zusammen, um eine Lösung der Dauerfehde auszuhandeln, wie das Handelsblatt (Freitagausgabe) erfuhr.

Teilnehmen soll auch VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch. Die Teilnahme des MAN-Großaktionärs Volkswagen war eine Bedingung von IPIC-Chef Khadem Al-Qubaisi, der wie MAN-Finanzchef Frank Lutz persönlich nach Paris kommen wird.

MAN und Volkswagen streben eine endgültige Trennung von Ferrostaal an. Der Lastwagenbauer hatte 2009 für rund 700 Millionen Euro siebzig Prozent von Ferrostaal an den Staatsfonds aus Abu Dhabi verkauft, die restlichen dreißig Prozent sollten später folgen. Doch nachdem die Staatsanwaltschaft München schwere Korruptionsvorwürfe gegen den Anlagenbauer erhob, weigerte sich IPIC die restlichen Anteile zu übernehmen.

Die Zusammensetzung der Runde und Paris als neutraler Ort sind ein Zeichen des Einigungswillens, zuvor hatten die Parteien sich über Zeitpunkt und Ort der Verhandlungen öffentlich gestritten. Sprecher der Unternehmen lehnten einen Kommentar dazu ab. Für MAN könnte die Einigung teuer werden. Zwar betont MAN, dass mit dem Kauf von Ferrostaal alle rechtlichen Risiken auf den Käufer übergegangen seien. Tatsächlich waren die Münchener im Februar bereit, IPIC ein Kompensationspaket in Höhe einer halben Milliarde Euro zu schnüren.

Von

mur

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