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26.05.2011

00:05 Uhr

Elektroautos

Daimler kauft weitere Tesla-Anteile

Der Stuttgarter Autobauer investiert weitere Millionen in den Partner Tesla. Dieser stellt erfolgreich Elektroautos her. Bekanntester Wagen ist der „Roadster“.

Der Tesla Roadster hat einen Elektromotor. Der Wagen kommt in 3,9 Sekunden auf 100 km/h und fährt mit einem Ladezyklus ca. 400 Kilometer weit. Quelle: Reuters

Der Tesla Roadster hat einen Elektromotor. Der Wagen kommt in 3,9 Sekunden auf 100 km/h und fährt mit einem Ladezyklus ca. 400 Kilometer weit.

Palo AltoDaimler investiert erneut in seinen Elektroauto-Partner Tesla. Der Stuttgarter Autokonzern kauft über eine Tochtergesellschaft für annähernd 17 Millionen Dollar weitere Tesla-Aktien. An der Tochtergesellschaft ist auch der arabische Daimler-Großaktionär Aabar beteiligt. Mit dem eingenommenen Geld will Tesla die Entwicklung des elektrisch angetriebenen Crossover-Modells X vorantreiben, wie die Firma am Mittwoch in Palo Alto (Kalifornien) mitteilte.

Tesla will bei Investoren insgesamt 214 Millionen Dollar einsammeln. Die meisten Aktien bietet der Elektroauto-Pionier frei über die Börse an, einen kleineren Teil erhalten Firmenchef Elon Musk sowie Daimler im Rahmen einer sogenannten Privatplatzierung zu gleichen Konditionen wie alle anderen Investoren. Die einzelne Aktie kostet 26 Dollar.

Daimler war 2009 bei Tesla eingestiegen und damit noch vor dem Börsengang der jungen US-Firma Mitte vergangenen Jahres. Nach damaligem Stand hielten die Stuttgarter rund 8 Prozent. Tesla liefert die Batterien für Daimlers Elektro-Smart. Auch Toyota ist an Tesla beteiligt und hat sich von den Amerikanern den Elektroantrieb für seinen kleinen Geländewagen RAV4 schneidern lassen.

Tesla gilt als einer der Technologieführer bei Elektroautos. Das kalifornische Unternehmen hat sich mit seinem Elektrosportwagen „Roadster“ einen Namen gemacht. Das Auto braucht nur 3,9 Sekunden, um auf 100 Stundenkilometer zu beschleunigen, und kommt mit einer Ladung rund 400 Kilometer weit. Das macht Tesla zu einem begehrten Partner für die Großen der Branche. Tesla verliert wegen der hohen Entwicklungskosten für neue Modelle allerdings anhaltend Geld.

Von

dpa

Kommentare (1)

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eyecatcher81

26.05.2011, 02:25 Uhr

Der Peak Oil ist seit 2006 Realität. Die großen Automobilhersteller sind bestens damit beraten, ihre strategische Ausrichtung schon frühzeitig zu forcieren. Alternative Antriebe müssen zwangsläufig und noch in viel größerem Ausmaß erforscht bzw. weiterentwickelt werden. Der Zukauf von externem Know-how ist in diesem Fall mehr als dienlich. Schon in 15 Jahren wird 1 Barrel Öl 250 Dollar kosten.

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