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26.04.2012

17:47 Uhr

Elektromotoren

US-Unternehmen kauft Dunkermotoren

Der Motorenbauer Dunkermotoren wechselt den Besitzer: Das US-Elektrounternehmen Ametek hat die Schwarzwälder aufgekauft. Der US-Konzern besitzt bereits 20 Tochterunternehmen in Deutschland.

Die Mitarbeiterzahl bei Dunkermotoren stieg in den vergangenen drei Jahren von 250 auf 1000 an. dpa

Die Mitarbeiterzahl bei Dunkermotoren stieg in den vergangenen drei Jahren von 250 auf 1000 an.

FrankfurtNach drei Jahren in der Hand eines Finanzinvestors wird der Elektromotoren-Hersteller Dunkermotoren in die USA verkauft. Der Elektromechanik-Konzern Ametek aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania kauft das Unternehmen aus Bonndorf im Schwarzwald für einen nicht genannten Betrag von der Private-Equity-Firma Triton, wie beide Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Triton war 2009 bei Dunker eingestiegen, das bis dahin eine Randsparte der französischen Alcatel-Lucent war. Unter der Ägide des deutsch-skandinavischen Investors wuchs der Umsatz - auch durch Zukäufe - von 102 Millionen auf 155 Millionen Euro, die Mitarbeiterzahl wuchs um 250 auf rund 1.000. Eine neue Fabrik wurde in Serbien aufgebaut.

Finanzkreisen zufolge hat Triton mit dem Verkauf eine gute Rendite erwirtschaftet. Dunkermotoren habe in den vergangenen Jahren zweistellige Umsatzrenditen erzielt. Die Elektromotoren aus dem Schwarzwald kommen unter anderem in der Industrie-Produktion, in Büromaschinen, medizintechnischen Geräten und in der Laborausrüstung zum Einsatz.

„Dank der Investitionen der vergangenen Jahre und der Arbeit der gesamten Belegschaft ist Dunkermotoren heute ein erstklassig aufgestelltes, stark wachsendes Unternehmen, das auch nach unserem Ausstieg gut für die Zukunft gerüstet ist“, sagte ein Sprecher von Triton.

Ametek setzte im vergangenen Jahr 3,3 Milliarden Dollar um. Die Sparte, der Dunkermotoren zugeordnet wird, macht davon 1,3 Milliarden aus. Ametek ist in Deutschland schon mit 20 Töchtern vertreten, die sich mit der Steuerung und Kontrolle von Prozessen, der Materialanalytik und der Präzisionsmesstechnik beschäftigen. Deutschland-Sitz ist in Meerbusch bei Düsseldorf.

Von

rtr

Kommentare (1)

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sigrid.thompson

26.04.2012, 22:45 Uhr

Dies ist auch ein Beweis dafür dass Alcatel-Lucent keine Ahnung von Geschäften hat und nur durch Verkäufe sich überhaupt über Wasser halten kann. Alles was in irgendeiner Weise die Bilanz für das nächste Quartal aufbessern kann wird verkauft. Einsparungen die so gepriesen werden sind NUR Personalreduzierungen. Wie kann man einsparen wenn man das Know-How der Firma eliminiert????
Aktienbesitzer haben hier das Nachsehen und die Aktien kann man eigentlich schon vergessen. Ich habe es jedenfalls.
Schade, denn der neue CEO hat auch null Gespür für das Geschäft und wird dafür auch noch fürstlich entlohnt.

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