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18.07.2011

15:08 Uhr

Elektronikkonzern

Philips stürzt in tiefrote Zahlen ab

Eine Gewinnwarnung hatte Philips ja schon ausgegeben, aber dass der Elektronikkonzern nun so tief in die roten Zahlen abgerutscht ist, überrascht dann doch. Die Niederländer haben einen Milliardenverlust eingefahren.

Arbeiter sind mit einem Logo von Philips beschäftigt. Quelle: Reuters

Arbeiter sind mit einem Logo von Philips beschäftigt.

AmsterdamDer niederländische Elektronik-Konzern Philips stellt sich auf dürftige Zeiten ein. Das Unternehmen bleibt auf vielen Produkten sitzen, weil die Nervosität an den Märkten und die unsicheren Konjunkturaussichten die Verbraucher vorsichtig machen. Hohe Abschreibungen auf neue Töchter und schleppende Geschäfte brachten Philips im vergangenen Quartal überraschend einen Milliardenverlust. Der neue Konzernchef Frans van Houten will mit einem Sparprogramm die Gewinnspannen aufpolieren. Doch seine mittelfristigen Ergebnisziele kamen am Montag an der Börse nicht gut an.

„Die Risiken in der Welt scheinen zuzunehmen“, sagte Van Houten in einer Telefonkonferenz. „Es gibt viel Volatilität und für das globale Wirtschaftswachstum einen leichten Rückschlag.“ Die Schuldenkrisen in Europa und den USA drohen den Konsum zu lähmen. Daher hatte das Philips-Management bereits im vergangenen Monat vor deutlichen Gewinnrückgängen und nachlassendem Umsatzwachstum in den Bereichen Lichttechnik und Verbraucherelektronik gewarnt. Doch dass das zweite Quartal mit einem Konzernverlust von 1,3 Milliarden Euro abgeschlossen wird, hatten Branchenexperten nicht erwartet. Der Markt hatte sich vielmehr auf einen geringen Nettogewinn von knapp 73 Millionen Euro eingestellt.

Der hohe Fehlbetrag spiegelt auch trübe Marktaussichten für mehrere Zukäufe in den Bereichen Gesundheits- und Lichttechnik wider, in denen Philips vor allem mit Siemens konkurriert. Die Niederländer nahmen auf die übernommenen Geschäfte Abschreibungen von insgesamt 1,4 Milliarden Euro vor. Hinzu kam ein Rückgang der Konzernerlöse im abgelaufenen Quartal von zwei Prozent auf 5,2 Milliarden Euro.

In der Lichttechnik ist Philips der weltweite Branchenprimus. Als Krankenhausausrüster gehört das Unternehmen mit Siemens und General Electric zu den führenden drei Anbietern. In der Verbraucherelektronik, wo die Produktpalette vom Toaster bis zum Rasierapparat reicht, ist Philips Marktführer in Europa. Weil in diesem Bereich günstiger produzierende asiatische Rivalen wie Samsung und LG Electronics kräftig Druck machen, fordern manche Analysten eine Trennung von dem Geschäft. Doch Sanierungsexperte Van Houten, der seit April an der Konzernspitze steht, betonte, dass nach dem Verkauf des Fernsehgeschäfts eine Schließung oder eine Abgabe weiterer Sparten nicht zur Debatte stehen.

Kommentare (1)

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18.07.2011, 11:51 Uhr

ist doch egal. Moody´s sagt: Schuldengrenze abschaffen! Jeder macht soviel Schulden, wie er möchte, um Investoren nicht zu verunsichern.

Also Phillips: Weitermachen mit den roten Zahlen!

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