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14.02.2011

15:58 Uhr

Elektronikkonzern

Siemens Investitionen

Der Elektronikkonzern Siemens stimmt seine Anleger auf milliardenschwere Zukäufe ein. Ins Visier nehmen die Münchener dabei Spezialisten für die Ausrüstung intelligenter Stromnetze und Anbieter von Automatisierungstechnik. Sorgen, solche Übernahmen organisatorisch nicht stemmen zu können, hat Siemens keine. Ganz im Gegenteil.

Siemens-Chef Peter Löscher behält den Überblick. Quelle: Reuters

Siemens-Chef Peter Löscher behält den Überblick.

MünchenDer Technologiekonzern Siemens stimmt die Investoren auf milliardenschwere Zukäufe ein. „Wenn wir über größere Übernahmen sprechen, dann meinen wir erhebliche Summen, bis zu mehrere Milliarden Euro“, sagte Finanzchef Joe Kaeser im Interview mit der „Financial Times“ (Montagsausgabe). Im Visier stünden dabei Spezialisten für die Ausrüstung intelligenter Stromnetze und Anbieter von Automatisierungstechnik. „Darauf wird unser Fokus liegen - strategisch und operativ, auch in Bezug auf Übernahmen und hinsichtlich Forschung und Entwicklung.“

Durch die fortschreitende Automatisierung der Industrie in China stünden dort „enorme“ Investitionen bevor, von denen der Münchener Konzern profitieren wolle.  Siemens habe ausreichend „Managementreife“ erlangt, um Konkurrenten in den genannten Branchen zu übernehmen, sagte Kaeser. „Die Führungsriege hat nun viel mehr den Konzern als Ganzes statt seine einzelnen Teile im Auge. Das ist die Voraussetzung für größere Akquisitionen.“

Konzernchef Peter Löscher hatte zuletzt das Volumen von Transaktionen allerdings eingegrenzt. Zukäufe würden nicht die Summen erreichen, für die Siemens vor einigen Jahren seine Autozuliefersparte VDO verkauft hat. Seinerzeit zahlte Continental rund elf Milliarden Euro für das Geschäftsfeld.   Seit der letzten großen Übernahme 2007, als Siemens das US-Medizintechnikunternehmen Dade Behring für sieben Milliarden Dollar übernommen hatte, hielt sich der Konzern mit Großerwerbungen zurück. Der Aufbau der zusammengekauften Labordiagnostiksparte hatte sich als schwierig erwiesen. Siemens musste schließlich über eine Milliarde Euro auf den Geschäftszweig abschreiben. Mit Akquisitionen in der Automatisierungstechnik hatte Siemens hingegen mehr Glück: Die 3,5 Milliarden Dollar teure amerikanische Industriesoftwareschmiede UGS hatte Siemens reibungslos integriert.

Von

dpa

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