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08.01.2010

09:42 Uhr

Elektrotechnikkonzern

Tote nach Schießerei in einem ABB-Werk

In einem US-Werk des Schweizer Elektrotechnikkonzerns ABB hat ein Arbeiter am Donnerstag drei Kollegen erschossen und fünf weitere verletzt. Danach beging er nach Polizeiangaben auf dem Firmengelände Selbstmord. Drei der fünf Verletzten befänden sich in Lebensgefahr.

Die Polizei konnte trotz großer eile nicht mehr viel helfen. ap

Die Polizei konnte trotz großer eile nicht mehr viel helfen.

HB ST. LOUIS. In dem Transformatorenwerk im US-Bundesstaat Missouri hielten sich den Angaben zufolge zur Tatzeit am Morgen nur etwa 50 der 270 Mitarbeiter auf. Ein angeschossener Arbeiter habe von einem Büro aus per Telefon die Polizei alarmiert. Andere hätten sich in Schränken versteckt oder seien auf das Dach geflüchtet. Eine größere Straße in der Nähe wurde von der Polizei vorsorglich gesperrt.

Nach Polizeiangaben war der Schütze ein 51 Jahre alter Fließbandarbeiter. Er habe auch auf einen Vorgesetzen gezielt. Über das Motiv des Täters, der von Nachbarn als umgänglich und freundlich geschildert wurde, war zunächst nichts bekannt. Er hatte sich einer Sammelklage angeschlossen, in der ABB vorgeworfen wurde, Pensionskassengelder in Fonds angelegt zu haben, die „unvernünftige und übermäßig hohe Gebühren“ verlangt hätten. Das Verfahren hatte Anfang der Woche in Kansas City begonnen.

Es sei ein trauriger Tag für ABB, erklärte ABB-Konzernchef Joe Hogan, der den Angehörigen der Opfer sein Beileid aussprach. ABB habe Vorkehrungen für die Betreuung der Betroffenen in St. Louis getroffen.

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