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16.05.2012

19:51 Uhr

Ellesmere Port

Britisches Werk soll Opel Astra bekommen

Der neue Opel Astra soll offenbar in Ellesmere Port gebaut werden. Vorher sollen die Arbeitnehmer allerdings noch Kürzungsvorschlägen zustimmen. Das sollen Verhandlungen der britischen Regierung mit GM ergeben haben.

Ellesmere Port soll den Zuschlag für den neuen Astra erhalten. Reuters

Ellesmere Port soll den Zuschlag für den neuen Astra erhalten.

FrankfurtDer neue Opel Astra könnte Insidern zufolge künftig im britischen Ellesmere Port statt in Deutschland gefertigt werden. Die britische Regierung habe sich mit der Opel-Mutter General Motors prinzipiell darauf geeinigt, das der neue Astra dort produziert werde, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person zu Reuters.

Nun hänge es von den Gewerkschaften ab. Die Arbeitnehmer in Ellesmere Port müssten zunächst bestimmten Kürzungsvorschlägen zustimmen. Einem Gewerkschafter zufolge hat Opel einen Katalog an Forderungen vorgelegt, darunter Lohnkürzungen, mehr Zeitarbeiter und weitere Auslagerungen. Der Astra ist das mit Abstand wichtigste Opel-Modell.

Ein Opel-Sprecher bestätigte lediglich, dass das Unternehmen ein Angebot für die Produktion des neuen Astra ab 2015 in Ellesmere Port gemacht hat. Dazu gehörten auch eine Verbesserung der Flexibilität und eine Senkung der Strukturkosten in dem Werk. Dem Sprecher zufolge muss die Belegschaft in Ellesmere Port darüber abstimmen.

„Wenn dieser Prozess beendet ist, werden wir die Entscheidung und weitere Details bekanntgeben“, fügte er hinzu. Bislang rollt der Astra neben Ellesmere Port und dem Werk Gleiwitz (Gliwice) in Polen auch in Rüsselsheim vom Band. Eine ältere Version wird noch in Bochum gefertigt.

Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke hatte der Belegschaft im Stammwerk zu Wochenbeginn erstmals Grundzüge eines Unternehmensplans vorgestellt. Demnach will die hohe Verluste schreibende Tochter des Autobauers GM den Kompaktwagen Astra nur noch in zwei Werken bauen lassen.

Erwogen wird eine Fertigung nur noch in Ellesmere Port und in Gleiwitz. Als Gegenleistung könnte Rüsselsheim dann als Ausgleich für den Verlust der Astra-Produktion die Produktion des Zafira aus dem Werk Bochum bekommen. Das könnte dann das Aus für das Bochumer Werk bedeuten.

Von

rtr

Kommentare (8)

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svebes

16.05.2012, 20:08 Uhr

easy going - alle Autos die in Deutschland abgezogen werden sollten boykottiert werden. Seit der Siemens / BenQ Nummer kommen diese Geräte einfach nicht mehr in meine Auswahl. D.h. sie fallen auch bei Projektentscheidungen durch. Punkt. Mit Nokia verfahre ich entsprechend. Deutschland ist der grösste Binnenmarkt und das bedeutet Konsumentenmacht. Aber die meisten finden halt Geiz immer noch geil. Tja.

123neu

16.05.2012, 21:45 Uhr

Ich fahre seit ca. 20 Jahren immer Astras...., aber das wird wohl der letzte gewesen sein... schade...wer in D was verkaufen will sollte hier auch produzieren und Steuern zahlen... so sehe ich das ...das wurde uns immer gepredigt wenn deutsche Firmen Produktion zB in China aufbauten ...NOCHMALS : SCHADE , anyway..., es gibt genug andere Automarken...

Giant

16.05.2012, 22:12 Uhr

svebes, die gesamte dt,Presse unterliegt dem Protektionismus.
Bis jetzt hat noch nichts gestimmt, was über GM-OPEL geschrieben wurde. Es geht lediglich darum ein unterschwelliges Negativ Image im Leser aufzubauen. Aber das hilft VW auch nicht. GM steht seit Jahrzehnten dort, wo Vw immer noch hin will nämlich ganz oben. Denn die Märchen über GM Opel glauben eben nur die Deutschen. Der Rest der Welt verbindet VW mit einer dunklen Vergangenheit und fährt lieber GM-Opel. Der Marktanteil von VW liegt bei 2% in den USA. Da hilft die beste Technik nichts mehr. VW vom Markt nehmen, einstampfen und Werke schließen sofort.

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