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17.07.2017

13:27 Uhr

Elon Musk

Tesla-Chef plant mehrere große US-Fabriken

Tesla-Chef Elon Musk ist für markante Äußerungen bekannt. Bei einem Auftritt vor US-Gouverneuren warnte der Milliardär erneut vor den Risiken künstlicher Intelligenz – und stellte zugleich hohe Investitionen in Aussicht.

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Palo AltoDer Elektroauto-Hersteller Tesla plant für die kommenden Jahre zwei bis drei weitere große Fabriken allein in den USA. Tesla-Chef Elon Musk machte die Ankündigung am Wochenende bei einem Auftritt vor US-Gouverneuren – von denen viele interessiert daran sein dürften, dass die Werke in ihren Bundesstaaten entstehen.

Teslas erste sogenannte „Gigafactory“ im Wüsten-Staat Nevada wird derzeit schrittweise ausgebaut und produziert Batterien sowie Bauteile, die im kalifornischen Fremont in die Fahrzeuge eingebaut werden. Am Ende soll sie genug Batterien für eine Million Fahrzeuge im Jahr herstellen können. Musks Vision für die Milliarden Dollar teuren „Gigafactories“ mit tausenden Beschäftigten ist, dass dort sowohl Batterien als auch die fertigen Autos gebaut werden sollen. Bisher stellte Tesla jeweils eine solches Werk in Asien und in Europa in Aussicht.

Tesla stellte im vergangenen Jahr erst rund 84 000 Fahrzeuge her – will die Produktion aber mit dem Start des günstigeren Model 3 auf 500 000 Wagen im kommenden Jahr hochschrauben und peilt für 2020 die Millionen-Marke an.

Musk nutzte den Auftritt vor den Gouverneuren auch, um erneut vor den Gefahren einer ungezügelten Entwicklung künstlicher Intelligenz zu warnen. Er wiederholte seine Mahnung, dass es das „größte Risiko für unsere Zivilisation sei“.

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So könne eine in Netzwerken existierende künstliche Intelligenz zum Beispiel einen Krieg starten: „Durch Fake News, gefälschte E-Mail-Konten, falsche Pressemitteilungen und die Manipulation von Informationen.“ Oder sie könne ein Passagierflugzeug in ein Konfliktgebiet umleiten und Truppen am Boden einen Hinweis zu einem Angriff geben. Die Motivation dafür könne etwas so banales wie Aktienprofite sein mit einer Kurswette auf Rüstungsfirmen und gegen Konsumgüter-Hersteller. Deswegen seien Gesetze nötig, mit denen die Entwicklung künstlicher Intelligenz reguliert werde, bekräftigte Musk.

Der Tesla-Chef sprach auch über die Gefahr von Hacker-Angriffen auf vernetzte und selbstfahrende Fahrzeuge. Dabei könne eine Sicherheitslücke in der kompletten Flotte eines Herstellers besonders brisant sein: „Wenn jemand in der Lage wäre, alle autonomen Teslas zu hacken, könnte sie die Autos zum Beispiel – als Scherz – alle quer durch die USA nach Rhode Island schicken. Und das wäre das Ende von Tesla – und man hätte eine Menge saurer Leute in Rhode Island.“ Tesla baue deshalb mehrere Schutzwälle gegen Attacken auf – so hätten Systeme wie Antrieb und Bremsen eigene Verschlüsselungsebenen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Holger Narrog

17.07.2017, 14:32 Uhr

Jeder Gouverneur möchte gerne neue Fabriken und Arbeitsplätze. Insofern verspricht das Marketinggenie was die Leute hören möchten.

Sinnvoller wäre die Rückfrage wann er denn gedenkt die bereits gegebenen Versprechen und Verpflichtungen einzulösen, Gigafactory, Solarfabrik....

Ich vermute es hat sich wiederum niemand getraut eine solche Frage zu stellen.

Herr Gordian Hense

17.07.2017, 16:35 Uhr

@Holger Narrog - Was reden Sie da? Die Gigafactory produziert auf 100 %. Solardächer, Panels und PowerWalls werden in tausenden von Stückzahlen rund um die Welt eingebaut. Tesla ist am Limit seiner Produktion und wird ausgebaut. Die Kapazitäten werden gerade um das fünffache erweitert. Keiner hat so grosse Kapazitäten für Auto-Akkus wie Tesla. Wer kann solche Meldungen abgeben? Space X läuft wie am Schnürchen und bekommt einen Auftrag nach dem anderen. Die Konkurrenz "NASA" & Russen & Europäer gucken blöd aus der Wäsche. Mit Space X hat Musk die Kosten für den Transport eines Satelliten halbiert. SolarCity hat rund 10'000 Mitarbeiter und liefert Solar-Komponenten weltweit. Das Projekt Hyperloop setzt Maßstäbe. So wie er PayPal erfolgreich aufgebaut hat, macht er es mit all seinen aktuellen Projekten. Wo hält da Musk seine Versprechen und Verpflichtungen nicht ein? Aus Ihrem Statement spricht Unkenntnis und Neid.

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