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19.10.2011

15:11 Uhr

ElringKlinger

Autozulieferer erwartet gute Geschäfte

Der Automobilzulieferer ElringKlinger prophezeit seiner eigenen Branche in den nächsten Jahren einen Wachstumsschub. Gegenüber den Herstellern gelte es, Selbstbewusstsein zu zeigen - und Partnerschaften einzufordern.

Ein Industriemechaniker beim Automobilzulieferer ElringKlinger. dpa

Ein Industriemechaniker beim Automobilzulieferer ElringKlinger.

NürtingenElringKlinger geht in den kommenden Jahren von einem Wachstumsschub in der Zuliefer-Branche zu Lasten der Autohersteller aus. „Es ist vorstellbar, dass die Autobauer künftig nur noch ihre Marke pflegen und die Modellpolitik bestimmen“, sagte ElringKlinger-Chef Stefan Wolf am Mittwoch auf einer Automobil-Konferenz in Nürtingen bei Stuttgart.

Derzeit entfalle auf die Autozulieferer bei der Fahrzeugproduktion bereits ein Anteil an der weltweiten Wertschöpfung von 75 Prozent. Dieser könne künftig noch steigen, denn die Autozulieferer sorgten mit ihren Entwicklungen für Innovationen in den Fahrzeugen. „Wir müssen selbstbewusst ausspielen, dass wir Entwicklungspartner sind“, sagte Wolf. „Wir müssen Partnerschaften mit den Herstellern auf Augenhöhe einfordern.“

ElringKlinger ist einer der weltweit größten Hersteller von Fahrzeug-Dichtungen und Hitzeschilden. Auch der weltgrößte Zulieferer Bosch rechnet im Zuge der Elektrifizierung der Autoantriebe mit einer deutlichen Geschäftsbelebung. Die steigende Nachfrage nach Fahrzeug-Elektrik und -Elektronik lasse den Anteil der Zulieferer an der Wertschöpfung künftig steigen, hatte Bosch-Kfz-Technik-Chef Bernd Bohr im Juni gesagt.

„In künftigen Elektroautos wird er 75 Prozent erreichen“, stellte Bohr in Aussicht. Derzeit entfalle auf Bosch im Autobau ein Wertschöpfungsanteil von 40 Prozent. Bosch liefert an die Autohersteller vor allem Fahrzeug-Elektronik und Einspritztechnik.

Von

rtr

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