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08.04.2014

14:50 Uhr

Energie-Versorger RWE

Kritische Aktionäre wollen Dividende für Aktie kappen

Die schwierige wirtschaftliche Lage des Energie-Versorgers RWE erreicht die Börse: Kritische Aktionäre fordern, die Dividende pro Aktie drastisch zu kappen. Das wäre bereits das zweite Mal. Dafür wird auch protestiert.

Die Zentrale des Energiekonzerns RWE in Essen: Kritische Aktionäre wollen die Dividende pro Aktie kappen. dpa

Die Zentrale des Energiekonzerns RWE in Essen: Kritische Aktionäre wollen die Dividende pro Aktie kappen.

DüsseldorfAngesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage des Energie-Versorgers RWE fordern die kritischen Aktionäre, die Dividende pro Aktie drastisch zu kappen. Für die 2013er-Dividende hatte der Konzern bereits eine Halbierung auf einen Euro je Aktie angekündigt. Der Dachverband der kritischen Aktionäre forderte am Dienstag in Düsseldorf, nur 50 Cent zu zahlen. Einen entsprechenden Antrag will der Verband bei der RWE-Hauptversammlung am 16. April in Essen stellen. Die kritischen Aktionäre werfen RWE vor, die Energiewende zu blockieren und an der Kohle festzuhalten. Ab dem 12. April starten sie eine viertägige Protest-Fahrradtour zur Hauptversammlung.

Wieviel Erneuerbare die Energieversorger haben

RWE

Laut einer Studie, die die Umweltschutzorganisation Greenpeace Ende Februar 2014 veröffentlichte, hat von RWE in Europa produzierter Strom einen Anteil von Wasserkraft von 2 Prozent und einen Anteil von anderen Erneuerbaren Energien von weiteren zwei Prozent. Die Zahl bezieht sich auf die tatsächlich erzeugte Strommenge, nicht auf die Kapazitäten.

Eon

Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon produziert insgesamt drei Prozent seines in Europa hergestellten Stroms aus Erneuerbaren Energien inklusive Windkraft und steht damit im Vergleich schlechter da als Konkurrent RWE.

Vattenfall

Der schwedische Konkurrent Vattenfall produzierte insgesamt vier Prozent seines Stroms in Europa mithilfe regenerativer Energiequellen.

EnBW

EnBW steht im Vergleich der großen vier Energieversorger in Deutschland am schlechtesten da. Das Unternehmen gewinnt nur insgesamt zwei Prozent seines Stroms europaweit aus erneuerbaren Quellen.


Von

dpa

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