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22.03.2013

06:50 Uhr

Energiebranche

Eon entsorgt seine Müllverbrennung

VonJürgen Flauger

ExklusivDer Energiekonzern Eon hat seine Tocher Eon Energy from Waste verkauft. Vorstandschef Carsten Stäblein will nun verstärkt im Ausland wachsen.

Die Zentrale von Eon Ruhrgas in Essen dpa

Die Zentrale von Eon Ruhrgas in Essen

Düsseldorf Deutschlands größter Betreiber von Müllverbrennungsanlagen, die Eon-Tocher Eon Energy from Waste, hat seit Donnerstag einen neuen Eigentümer, den Finanzinvestor EQT. „Ich erhoffe mir von dem Eigentümerwechsel einen neuen Schub“, sagte der Vorstandschef der Eon-Tochter, Carsten Stäblein, dem Handelsblatt (Freitagausgabe): „Wir wollen erstens in Deutschland unsere Position als führender Betreiber von Müllverbrennungsanlagen weiter ausbauen. Zweitens wollen wir im Ausland expandieren.“

Eon hatte die Sparte schon länger nur noch als Randgeschäft geführt und im Herbst mit dem schwedischen Fonds ein Joint-Venture vereinbart, in dem EQT 51Prozent und die Führung übernimmt. Gestern wurde die Transaktion, die Branchenkreisen zufolge ein Volumen von rund einer Milliarde Euro hat, abgeschlossen. Bis zum Sommer will sich das Unternehmen in EEW - Energy from Waste umbennen.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

EEW betreibt 16 der rund 100 Müllverbrennungsanlangen in Deutschland. Gemessen an den Kapazitäten hat EEW damit einen Marktanteil von 18 Prozent. 2012 setzte das Unternehmen 533 Millionen Euro um
Stäblein erwartet in Deutschland eine weitere Konzentration des Markts: „Ich rechne damit, dass sich weitere Eigentümer aus dem Geschäft zurückziehen werden. Dadurch könnten sich für uns Möglichkeiten für Zukäufe ergeben.“ Hierzulande gibt es Überkapazitäten.

„Im Ausland gibt es dagegen in einigen Ländern deutliche Unterkapazitäten“, sagt Stäblein, „am lukrativsten ist Großbritannien.“ Dort will EEW zwei neue Anlagen bauen. Aber auch Polen hat Stäblein im Fokus.

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