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23.06.2011

16:31 Uhr

Energieinvestitionen

Exxon Mobil steigert Gewinn in Deutschland

Deutschland ist für den US-Energiekonzern Exxon Mobil ein lukratives Pflaster. Besonders die Investitionen in die Gasförderung zahlen sich aus. Das Tankstellengeschäft stagniert dagegen.

Exxon kann im abgelaufenen Geschäftsjahr gute Zahlen präsentieren. Quelle: dapd

Exxon kann im abgelaufenen Geschäftsjahr gute Zahlen präsentieren.

HamburgDer Energiekonzern Exxon Mobil hat im vergangenen Jahr in Deutschland 474 Millionen Euro vor Steuern und Zinsen (EBIT) verdient und damit 34 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Das geht aus einem Unternehmensbericht hervor, den Exxon Mobil Central Europe am Donnerstag in Hamburg veröffentlichte. Der Umsatz erhöhte sich dagegen nur geringfügig von 10,7 auf 10,8 Milliarden Euro. Das Tochterunternehmen des US-amerikanischen Exxon Mobil-Konzerns investierte in Deutschland 196 Millionen Euro, nach 185 Millionen Euro im Jahr davor. „Die meisten dieser Investitionen entfallen auf Projekte zur Versorgung Deutschlands mit heimischer Energie“, sagte Vorstandschef Gernot Kalkoffen.

Der Gewinn von Exxon Mobil in Deutschland entsteht überwiegend bei der Förderung von Gas und im Geschäft mit der Petrochemie. Raffinerien - Exxon Mobil verfügt lediglich noch über eine Beteiligung - und die 1130 Tankstellen steuern dagegen eher einen kleineren Betrag zum Gewinn bei und manchmal auch gar nichts. „Der unvermindert harte Wettbewerb im Inland führte im Tankstellengeschäft zu Preisen, die nicht immer kostendeckend waren“, heißt es in dem Bericht.

Der Absatz von Öl und Gas war für Exxon Mobil im vergangenen Jahr rückläufig; der konstante Umsatz in Deutschland wurde vor allem durch höhere Preise erreicht. Der Verkauf von Öl und Ölprodukten reduzierte sich von 7,0 auf 6,4 Millionen Tonnen. Mit dem rückläufigen Benzin- und Dieselverbrauch setze sich ein langfristiger Abwärtstrend fort. „Wir haben Überkapazitäten bei den Raffinerien und den Tankstellen“, sagte Kalkoffen. Die Einführung von E10 zeige, wie schwierig der Markt sei und wie stark die Verbraucher reagierten. Auch der Erdgasabsatz verminderte sich von 12,7 auf 11,0 Milliarden Kubikmeter; das ist vor allem auf die nachlassende Ergiebigkeit der Erdgasfelder in Niedersachsen zurückzuführen.

Von

dpa

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