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24.02.2011

07:10 Uhr

Energiekonzern

Atomsteuer wird RWE hart treffen

Der Energiekonzern RWE stellt sich fürs laufende Jahr auf einen deutlich rückläufigen Gewinn ein. Die Atomsteuer wird den Konzern wohl hart treffen. Aber es gibt auch gute Nachrichten - aus dem Vorjahr.

RWE-Chef Jürgen Großmann.

RWE-Chef Jürgen Großmann.

EssenDer Energiekonzern RWE erwartet nach Zuwächsen im Geschäftsjahr 2010 für das laufende Jahr einen deutlichen Gewinnrückgang. Unter anderem wegen der Belastungen durch die Atomsteuer werde 2011 das betriebliche Ergebnis um etwa 20 Prozent sinken und das für die Dividende entscheidende nachhaltige Nettoergebnis um ca. 30 Prozent, teilte der Konzern am Donnerstag mit. „Der mittelfristige Ausblick bleibt verhalten.“

2013 rechne RWE mit einem betrieblichen Ergebnis von rund fünf Milliarden Euro. RWE wolle bis 2013 durch Beteiligungsverkäufe bis zu acht Milliarden Euro einnehmen, das Sparprogramm werde um 200 Millionen Euro zu erhöht und die Investitionen um drei Milliarden Euro gekürzt.

RWE-Konzern

Eckdaten 2010 in Mio. Euro

20102009+/- in Prozent
Außenumsatz53.32047.74111,7
EBITDA10.2569.16511,9
Betriebliches Ergebnis7.6817.0908,3
Nettoschulden des RWE-Konzerns28.96425.78712,3
Mitarbeiter70.85670.7260,2

Besser sah es dagegen im abgelaufenen Geschäftsjahr aus. Dank Zuwächsen beim Strom- und Gasabsatz konnte RWE seinen bereinigten Gewinn erneut steigern. Der Umsatz legte um 12 Prozent auf 53,3 Milliarden Euro zu, wie der Konzern berichtete. Von Reuters befragte Analysten hatten mit Erlösen von 53 Milliarden Euro gerechnet und den Betriebsgewinn auf 7,5 Milliarden Euro taxiert. Die Aktionäre sollen wie im Vorjahr eine Dividende von 3,50 Euro je Aktie erhalten.

Das betriebliche Ergebnis stieg um 8 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro und das nachhaltige Nettoergebnis - der bereinigte Überschuss, der für die Dividendenausschüttung maßgeblich ist - lag 6 Prozent höher bei 3,8 Milliarden Euro.

Damit übertraf RWE die eigene Prognose leicht und auch die Schätzungen der Analysten.  Die erstmals vollständige Konsolidierung des übernommenen niederländischen Versorgers Essent und der stärkere Einsatz des Atomkraftwerks Biblis trugen zum Ergebnis bei, das Handelsergebnis entwickelte sich dagegen schlechter. Die Ziele für 2011 und 2013 drosselte RWE indes deutlich.

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Von

rtr

Kommentare (2)

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babsack

24.02.2011, 09:54 Uhr

Unglaublich,dass jemand,der so einen schmutzigen Milliardendeal mit der Bundesregierung durchgezogen hat,jetzt schon wieder über die Steuerbelastung jammert.Ich hätte es auch viel lieber gesehen,wenn sich die Konzerne diese Steuer gespart hätten,und zwar dadurch,dass sie die Laufzeit der Kernkraftwerke nicht verlängert hätten.

Account gelöscht!

24.02.2011, 10:01 Uhr

Mir kommen die Tränen. Die Gier dieses "Großmann" ist unersättlich. Man sollte seinen Namen in "Fettmann" ändern, damit der Name seiner Person gerecht wird. Die Bürger ausquetschen bis zum letzten Cent. Es wird endlich Zeit diese Monopolisten zu zerschlagen zum Wohle der Bürger. Aber die Politik hofiert diese Gierbolzen, um sich einen Platz im Aufsichtsrat zu sichern. Spitze ist dabei die Vorsitzende des Politbüros.

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