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01.02.2011

08:33 Uhr

Energiekonzern

BP will Aktionäre mit Dividende versöhnen

Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat dem Energiekonzern BP erstmals in seiner jüngeren Firmengeschichte einen Verlust eingebracht - und zwar in Höhe von 4,9 Milliarden Dollar. Das ändert allerdings nichts daran, dass der Ölpreis BP im vierten Quartal dem Konzern wieder viel Geld in die Kasse gespült hat. Das werden auch die Aktionäre merken.

Die brennende Öl-Plattform Deepwater Horizon. DAPD

Die brennende Öl-Plattform Deepwater Horizon.

HB LONDON. Der britische Energiekonzern BP hat wegen Ölkatastrophe im Golf von Mexiko erstmals in seiner jüngeren Firmengeschichte in einem vollen Geschäftsjahr Verlust gemacht. Unter dem Strich stand für 2010 ein Minus von 4,9 Milliarden US-Dollar (3,6 Mrd Euro), teilte BP am Dienstag in London mit. 2009 hatte BP noch 13,96 Milliarden Dollar Gewinn gemacht. Zuletzt hatte BP 1992 rote Zahlen geschrieben.

Allerdings hat der britische BP-Konzern den Gewinn im vierten Quartal dank des höheren Ölpreises gesteigert. Die Öl- und Gasproduktion sei allerdings um neun Prozent zum Vorjahr gefallen, teilte BP mit.

Erstmals seit der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko will BP für das abgelaufene Vierteljahr wieder eine Dividende an die Aktionäre ausschütten - in Höhe von sieben Cent je Papier. Wegen der zunächst unabsehbaren Kosten nach dem Untergang der Ölplattform „Deepwater Horizon“ hatte BP die Zahlung vergangenen Sommer ausgesetzt.

Der sogenannte Nettogewinn vor Bestandswertveränderungen stieg auf 4,61 Milliarden Dollar von 3,44 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal, wie BP mitteilte. Berücksichtigt wurden dabei den Angaben nach noch einmal Kosten für die Ölkatastrophe in Höhe von einer Milliarde Dollar. Ohne diese Summe und Einmalposten in Höhe von 250 Millionen Dollar hätte sich ein Gewinn vor Bestandswertveränderungen von 5,36 Milliarden Dollar ergeben. Analysten hatten hier im Schnitt 5,09 Milliarden Dollar erwartet. Im dritten Quartal musste BP noch einen kräftigen Gewinnrückgang verbuchen wegen Milliardenkosten für das Unglück im Golf von Mexiko.

BP kündigte zudem an, zwei Raffinerien in den USA verkaufen zu wollen. Zudem soll mehr in die Gas- und Ölproduktion investiert werden.

„2010 wird zurecht als Jahr des tragischen Unfalls und des ausgelaufenen Öls in Erinnerung bleiben“, sagte Konzernchef Bob Dudley. BP sei deshalb ein Unternehmen im Wandel. Er kündigte für 2011 „ein Jahr der Erholung und der Konsolidierung“ an. Es werde aber auch wieder vierteljährliche Dividenden für die Aktionäre geben, sagte er.

BP kündigte an, die Kosten für das Öldesaster im Golf von Mexiko werden sich insgesamt auf 41 Milliarden US-Dollar belaufen. Im April vergangenen Jahres waren bei der Explosion der Plattform Deepwater Horizon elf Menschen ums Leben gekommen.

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