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06.05.2011

09:36 Uhr

Energiekonzern

EnBW merkt Atom-Abschaltung schon jetzt

Der Energiekonzern EnBW spürt das Atom-Moratorium bereits jetzt - und zwar beim Gewinn. Das hat Konsequenzen für die zukünftigen Geschäftsaussichten.

Hans-Peter Villis ist Vorstandsvorsitzender der EnBW. Quelle: dpa

Hans-Peter Villis ist Vorstandsvorsitzender der EnBW.

DüsseldorfDem Energiekonzern EnBW macht die Abschaltung von Atomkraftwerken immer mehr zu schaffen. Im ersten Quartal sei das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 15 Prozent auf 744 Millionen Euro zurückgegangen, teilte der Karlsruher Versorger am Freitag mit. Die Erlöse seien hingegen um knapp drei Prozent auf rund fünf Milliarden Euro geklettert. Obwohl das Atom-Moratorium erst Mitte März beschlossen wurde, habe sich die Abschaltung bereits bemerkbar gemacht, sagte Vorstandschef Hans-Peter Villis.

EnBW ist durch das Atom-Moratorium der Bundesregierung besonders stark getroffen. Zwei der vier Meiler des Konzerns stehen still - einer davon für immer. Da die Energieriesen Strom im voraus verkaufen, müssen sie die Mengen nun zukaufen. Dies führe zu Belastungen, sagte Villis. Er hatte bereits vor wenigen Wochen den Ausblick gesenkt. Der EnBW-Chef bekräftigte am Freitag, dass 2011 das bereinigte Ebit 15 bis 25 Prozent unter dem Vorjahreswert von 1,93 Milliarden Euro liegen werde.

Die Konkurrenten E.ON und RWE halten bislang an ihren Prognosen fest. Sollten Meiler der Konzerne nach Ablauf des Atom-Moratoriums Mitte Juni vom Netz bleiben, könnten aber auch ihre Berechnungen Makulatur sein.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

06.05.2011, 11:48 Uhr

Wenn mal die erneuerbaren Energien installiert sind, muss der Strom höchstens nur noch halb so teuer sein. Der Wartungsaufwand für AKW's fällt weg.
Daher sind die Stromriesen dran alles teurer zu rechnen, damit sich die Verbraucher an die höheren Preise gewöhnen könen.

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