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10.05.2012

20:54 Uhr

Energiekonzern Enel

Geringe Margen drücken den Gewinn

Wegen höherer Steuern und niedrigerer Margen ist der Gewinn des italienischen Energiekonzerns Enel gesunken. Der Umsatz hingegen legte um 8,5 Prozent zu. Enel bekräftigte das Jahresziel von 3,4 Milliarden Euro Gewinn.

Enel ist mit 45,6 Milliarden Euro Schulden das am höchsten verschuldete europäische Energieunternehmen. Reuters

Enel ist mit 45,6 Milliarden Euro Schulden das am höchsten verschuldete europäische Energieunternehmen.

MailandDer italienische Energiekonzern Enel hat im ersten Quartal wegen höherer Steuern und niedrigerer Margen weniger verdient als ein Jahr zuvor. Der Gewinn fiel unterm Strich um 1,4 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstagabend mitteilte. Das Ergebnis aus dem Kerngeschäft sank gar um 2,2 Prozent. Der Umsatz legte hingegen um 8,5 Prozent auf 21,2 Milliarden Euro zu. Enel, dessen größte Märkte Italien und Spanien sind, sprach davon, dass sich der „negative wirtschaftliche Trend“ des letzten Jahres fortgesetzt habe.

In der Bilanz konnte der Gewinn aus dem Verkauf einer Beteiligung an Terna das schwächere operative Geschäft und den Effekt einer neuen Steuer für die italiensche Energiebranche nicht ausgleichen. Wie bei den Italienern machen sich auch bei der europäischen Konkurrenz die sinkende Nachfrage im Zuge der Wirtschaftskrise und Überkapazitäten bemerkbar.

Der Schuldenstand des Konzerns legte um 2,2 Prozent zum Jahresende auf 45,6 Milliarden Euro zu. Enel bleibt damit das am höchsten verschuldete europäische Energieunternehmen. Seine Jahresziele bekräftigte das Unternehmen. Im Rahmen seines Fünf-Jahres-Planes will Enel im laufenden Jahr einen Gewinn von 3,4 Milliarden Euro erzielen. Die Verschuldung soll 2012 auf 43 Milliarden Euro sinken.

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