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06.02.2012

01:28 Uhr

Energiekonzern

Eni befürchtet Erdgas-Engpässe in Italien

Der russische Energiekonzern Gazprom drosselt Erdgas-Lieferungen nach Europa. Des italienische Energiekonzern Eni rechnet mit Engpässen. Vorstandsvorsitzender Scaroni bereitet sich auf Schlimmes vor.

Nach Einschätzung vom Energiekonzern Eni könnte es schon diese Woche zu Engpässen kommen Reuters

Nach Einschätzung vom Energiekonzern Eni könnte es schon diese Woche zu Engpässen kommen

RomSollte das russische Energieunternehmen Gazprom angesichts der Kältewelle seine Gaslieferungen nach Europa weiter drosseln, könnte es in Italien nach Angaben des Energiekonzerns Eni ab kommendem Mittwoch zu Engpässen kommen. Sein Unternehmen bereite sich auf „schwierige Augenblicke“ vor, sagte Vorstandsvorsitzender Paolo Scaroni am Sonntag im Rundfunksender Radio 24.

Bislang hatte Italien die Versorgungslücke mit gesteigerten Gasimporten aus Algerien und Nordeuropa ausgeglichen. Heute werde das italienische Industrieministerium über das weitere Vorgehen beraten, sagte Scaroni. Im schlimmsten Fall müsse Eni die Lieferungen an Partnerunternehmen einstellen, bei denen die Verträge einen solchen Schritt zulassen.

Wegen der Kältewelle in Europa hat der russische Energiekonzern Gazprom eine baldige Wiederausweitung der derzeit gedrosselten Gaslieferungen in die Europäische Union ausgeschlossen. „Gazprom kann die von unseren westeuropäischen Partnern geforderten zusätzlichen Liefermengen im Moment nicht zur Verfügung stellen“, sagte Gazprom-Vizechef Alexander Kruglow nach Berichten russischer Nachrichtenagenturen am Samstag bei einem Treffen mit Regierungschef Wladimir Putin. Die in den Verträgen mit EU-Staaten vereinbarten Mindestliefermengen würden jedoch eingehalten.

Putin sagte Berichten zufolge bei dem Treffen, Gazprom möge auf die Anfragen Westeuropas in dem Maß eingehen, wie dies die Versorgungssituation in Russland zulasse. Das Unternehmen solle „alle Anstrengungen unternehmen, um den Bedarf unserer ausländischen Partner zu decken“. Die Versorgung Russlands sei jedoch die „Hauptaufgabe“.

Die Kältewelle hat weite Teile Europas weiter fest im Griff. Besonders Osteuropa leidet unter dem Hoch über Russland. Innerhalb von 24 Stunden starben allein in der Ukraine 21 Menschen, womit die Zahl der Kältetoten in dem osteuropäischen Land auf 122 stieg.

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