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13.11.2012

12:05 Uhr

Energiekonzern

Eon strahlt nur vorübergehend

Die Zahlen sind zwar glänzend, der Ausblick ist allerdings düster: Eon steigert den Gewinn deutlich. Doch nicht nur die Dividende für 2013 steht auf dem Prüfstand, auch langfristig könnte sich die Prognose verändern.

„Erhebliche wirtschaftliche Unsicherheiten“: Eon hat seine Prognose für 2013 kassiert. dpa

„Erhebliche wirtschaftliche Unsicherheiten“: Eon hat seine Prognose für 2013 kassiert.

DüsseldorfDeutschlands größter Energiekonzern Eon hat in den ersten neun Monaten 2012 seinen Gewinn deutlich gesteigert. Der Konzernüberschuss legte auf 3,0 Milliarden Euro zu (2011: 1,1 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Der Umsatz stieg von Januar bis Ende September auf 93,6 Milliarden Euro (2011: 77,5). Seine Ziele für das Gesamtjahr hatte das Unternehmen am Montagabend bestätigt.

Die Prognose für 2013 wurde dagegen wegen der schwachen Konjunktur und der Branchenkrise kassiert. Je Aktie sollte für 2013 eine Dividende von 1,10 Euro ausgeschüttet werden. „Vor dem Hintergrund der erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten und strukturellen Änderungen des Sektor-Umfeldes erscheint dieses nicht erreichbar“, erklärte der Konzern Montagabend. Auch die Aussichten für das Jahr 2015 stehen auf dem Prüfstand.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

Eon kämpft wie andere Versorger auch mit gesunkenen Großhandelspreisen für Strom. Diese sind zuletzt wegen der schwächeren Nachfrage der Industrie in den schuldengeplagten Ländern Südeuropas und angesichts einer Überkapazität an Kraftwerken gefallen.

"Die Verwerfungen in den europäischen Energiemärkten verschärfen sich schneller als jemals zuvor", klagte Vorstandschef Johannes Teyssen. Durch die Euro-Krise greife die Rezession um sich. In Deutschland müssten zudem wegen des boomenden Ökostroms immer häufiger Gas- und Kohlekraftwerke zurückstehen. Teyssen treibt den Abbau tausender Arbeitsplätze und Beteiligungsverkäufe in Milliardenhöhe voran und stellt nun auch die Investitionen erneut auf den Prüfstand.

In einer Telefonkonferenz kündigte der Eon-Chef an, zwei Gaskraftwerke in Bayern und Hessen wegen mangelnder Rentabilität zu schließen. Der Netzbetreiber Tennet wolle die Kraftwerke Irsching 3 bei Ingolstadt und Staudinger 4 bei Hanau aber als Notreserve für den Winter weiterbetreiben. Entsprechende Verträge seien kurz vor der Unterzeichnung, sagte Teyssen. Die Kraftwerke haben zusammen eine Leistung von gut 1000 Megawatt - so viel wie ein größeres Atomkraftwerk. Nähere Details auch zur Laufzeit der Verträge wollte Teyssen nicht nennen.

Gaskraftwerke seien wegen der hohen Einspeisung erneuerbarer Energie in Spitzenlastzeiten vielfach nicht mehr rentabel, sagte Teyssen. Irsching 3 sei in diesem Jahr bisher erst 87 Stunden am Netz gewesen. Die Netzbetreiber und die Bundesnetzagentur lehnen Kraftwerksschließungen vor allem in Süddeutschland aus Sorge um die Gesamtstabilität des Netzes ab.

Kommentare (5)

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kmlo

13.11.2012, 11:28 Uhr

Der Bernotat hat ja auch 7Mrd.verbrannt bisher und bekommt?Millionen in den xxxxxxx gesteckt für 0 Leistung.Wer bezahlt für die Inkompetenz?Ich würde,als E.on CEO einfach mal den Strom abstellen bis die Atommeiler wieder anlaufen dürfen und sonnenstrom direkt vom Netz abschalten.gleiches Recht für alle in der EU?warum dürfen die Franzosen ihre Meiler laufen lassen?Was macht denn der Aufsichtsrat eigentlich?zudem sollte man Gehälter kürzen um etwa 80%,das ist schliesslich auch der Verlust der eigentümer.Im Gegenwert sollte man den E.pn Mitarbeitern Aktienoptionen ausstellen,mit Strike 30 und minimum 3 Jahre Haltefrist

HofmannM

13.11.2012, 12:02 Uhr

EON hat sich mit seinen Energiewendekurs selbst zum Abschuss freigegeben!
Aus marktwirtschaftlicher und damit betriebswirtschaftlicher Sicht hat EON einen kapitalen Fehler begangen. In dem EON auf die zwangssubventionierte Energiegewinnung (zwang, weil durch das EEG jeder Stromendverbraucher dadurch gezwungen wird die Erneuerbaren Energien dauerhauft zu subventionieren) mit den Erneuerbaren Energien (Wind- und Solarparks) setzt, hat sich dieses Unternehmen komplett aus der wirtschaftlichen Realität verabschiedet.
Auch der Verkauf von Kernkraftwerksbeteiligungen im Ausland haben für die Zukunft ein enormes wirtschaftliches Desaster zur Folge!
Kernkraftwerke werden in Zukunft weiterhin sehr gute Renditebringer bleiben. Europa- und Weltweit werden die Kohle-,Kern- und Gaskraftwerke die Profittaktgeber in der Marktwirtschaft bleiben! Da kann auf Dauer keine staatliche Planwirtschaft ala Öko-Zwangs-Subventionen per EEG mithalten können!
Es ist eine Schande für jeden Kaufmann, wie sich die EON-Führung diesem politisch diktierten deutschen Energiewandel anbiedert!

DieWahrheit

13.11.2012, 13:16 Uhr

Kein stimmiges und nachhaltiges Geschäftsmodell, eine träge und einfallslose Führungsmannschaft, die nur reagiert anstatt zu agieren und dazu verlassen die besten Mitarbeiter den Konzern, die mit Handkuss von der weiterhin hoch profitablen ausländischen Konkurrenz genommen werden. Byebye E.ON und Deutschland als führender Energiestandort!

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