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08.04.2011

16:45 Uhr

Energiekonzern

RWE will Anteile an Berliner Wasserbetrieben verkaufen

Der Energiekonzern RWE will seine Beteiligung an den Berliner Wasserbetrieben verkaufen. Bis zu acht Milliarden Euro will RWE in den nächsten Jahren durch Beteiligungsverkäufe einnehmen.

24,95 Prozent an den Berliner Wasserbetrieben will RWE verkaufen. Quelle: dpa

24,95 Prozent an den Berliner Wasserbetrieben will RWE verkaufen.

DüsseldorfDer Energiekonzern RWE will sein Geschäft mit Trink- und Abwasser in Berlin an das Land verkaufen. "Wir haben ein Angebot vorgelegt", sagte ein RWE-Sprecher am Freitag. Zum Preis für die Beteiligung von 24,95 Prozent an den Berliner Wasserbetrieben wollte er sich nicht äußern. Die Offerte liege bei über 800 Millionen Euro, erläuterte ein Sprecher des Berliner Finanzsenators Ulrich Nußbaum. Er bestätigte Äußerungen des Senators gegenüber der "Berliner Zeitung", in der dieser die Offerte als "eindeutig zu hoch" bezeichnete.

Das Land Berlin hält 50,1 Prozent der Anteile und hat erklärt, den Rest zurückkaufen zu wollen. Ebenso wie RWE hält der französische Versorger Veolia 24,95 Prozent. Die Berliner Wasserbetriebe beschäftigen rund 4500 Mitarbeiter. Sie erzielten 2009 bei einem Umsatz von 1,2 Milliarden Euro einen Überschuss von 167 Millionen Euro.

RWE will in den kommenden drei Jahren bis zu acht Milliarden Euro durch Beteiligungsverkäufe einnehmen und damit unter anderem Belastungen aus der Atomsteuer kontern. Konzernchef Jürgen Großmann spielt dabei eine ganze Reihe von Möglichkeiten durch. "Einer könnte das Berliner Wassergeschäft sein", hatte er Ende Februar gesagt. Es gebe auch noch weitere Geschäfte, die für RWE nicht so entscheidend seien. Schon vor Monaten hatte RWE seine Hochspannungstochter Amprion ins Schaufenster gestellt.

Von

rtr

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