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09.03.2011

11:08 Uhr

Energiekonzern

Schlechte Aussichten für Eon

Der Gewinn des Energieriesen Eon hat sich 2010 deutlich verringert. Und er wird in diesem Jahr weiter sinken. Risiken sieht Konzernchef Johannes Teyssen vor allem in einem Bereich.

Johannes Teyssen: Wachstum wird für den Eon-Chef schwierig. Quelle: dpa

Johannes Teyssen: Wachstum wird für den Eon-Chef schwierig.

DüsseldorfDie Kernbrennstoffsteuer und ein schlechteres Stromgeschäft werden die Gewinne des größten deutschen Energiekonzerns Eon in diesem Jahr belasten. Bei der Bilanzvorlage am Mittwoch in Düsseldorf bezifferte Vorstandschef Johannes Teyssen allein die Kosten für die erstmals fällig werdende Kernbrennstoffsteuer auf knapp eine Milliarde Euro. Hierdurch könnte der bereinigte Konzernüberschuss um bis zu 32 Prozent auf eine Größenordnung zwischen 3,3 Milliarden und 4,0 Milliarden Euro schrumpfen.

Im vergangenen Jahr lag der für die Dividende entscheidende bereinigte Überschuss bei 4,9 Milliarden Euro, vier Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Der Konzern will den Aktionären eine unveränderte Dividende von 1,50 Euro je Aktie zahlen. Unter dem Strich brach der Gewinn 2010 um 30 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro ein.

Die Dividende soll im kommenden Jahr mindestens 1,30 Euro betragen.

Operativ profitierte Eon im vergangenen Jahr unter anderem von einem starken Endkundengeschäft in Großbritannien und von langfristig abgesicherten Großhandelspreisen. Ein deutlich höheres Ergebnis habe außerdem der Kraftwerkspark in Russland mit besseren Margen in der Stromerzeugung beigetragen. Der Umsatz kletterte im vergangenen Jahr unerwartet stark um 16 Prozent auf knapp 93 Milliarden Euro.

Im Gasgeschäft muss Eon in seinen langfristigen Lieferverträgen wie dem russischen Gazprom-Konzern hohe Preise zahlen, während die Kunden nur die zuletzt deutlich gefallen Spotmarktpreise zahlen wollen. Die Sparte Pan European Gas verbuchte 2010 einen Rückgang des bereinigten Ebit von 16 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro.

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