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29.03.2012

08:39 Uhr

Energiekonzern

Tepco braucht Milliarden-Hilfe

Das japanische Energieunternehmen Tepco benötigt weiter Unterstützung vom Staat. Diese sind nötig, um den angeschlagenen Betreiber des AKW Fukushima zu stützten und Entschädigungen zu zahlen.

Noch immer in Trümmern: Tepcos Atomkraftwerk  Fukushima. Reuters

Noch immer in Trümmern: Tepcos Atomkraftwerk Fukushima.

TokioDer Betreiber des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima, Tepco, hat Staatshilfen in Höhe von umgerechnet neun Milliarden Euro beantragt. Der Konzern benötige die Hilfen von der japanischen Regierung, um seine angeschlagenen Finanzen zu bereinigen, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person. Die Regierung in Tokio hatte zwar bereits Hilfe zugesagt, verlangt jedoch im Gegenzug „hinreichende“ Kontrolle über das Management. Tepco ist sich aber noch unschlüssig, welchen Anteil man dem Staat einräumen will.

Zudem ersuche Tokyo Electric Power (Tepco) um zusätzliche 7,7 Milliarden Euro, um die Opfer der Atomkatastrophe aus dem vergangenen März abzufinden.

Das Überleben von Tepco als unabhängiges Unternehmen steht seit dem schweren Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März 2011, bei dem das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi schwer beschädigt wurde, infrage. Die nun offiziell geforderte Kapitalspritze mittels eines staatlichen Entschädigungsfonds wird Medienberichten zufolge voraussichtlich im Juli dieses Jahres erfolgen. Insgesamt belaufen sich die erwarteten staatlichen Hilfsgelder Medienberichten zufolge auf bereits mehr als 2,4 Billionen Yen. Dies wäre eine der weltweit größten Rettungsaktionen für ein Unternehmen außerhalb des Bankensektors.

Im noch bis zum 31. März laufenden Geschäftsjahr rutscht das Unternehmen tief in die roten Zahlen. Nach Tepcos eigenen Schätzungen vom Februar dürfte ein Fehlbetrag von 695 Milliarden Yen anfallen. Die Regierung fordert drastische Umstrukturierungen. Sie hofft, im Gegenzug für die in Aussicht gestellten Milliarden an Steuergeldern mehr als zwei Drittel der Anteile an Tepco zu bekommen, was einer Verstaatlichung gleichkäme.

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