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13.10.2013

11:12 Uhr

Industrie

Energiekonzerne fordern Aus für Brennelementesteuer

Notwendig ist der Betrieb der neun verbleibenden Atommeiler nur für Notfälle. Das ist unwirtschaftlich und tut den Energiekonzernen weh. RWE und Eon wollen deshalb die milliardenschwere Brennelementesteuer kippen.

Das Atomkraftwerk bei Gundremmingen: Stopp für die Brennelementesteuer gefordert. dpa

Das Atomkraftwerk bei Gundremmingen: Stopp für die Brennelementesteuer gefordert.

HamburgDie Energiekonzerne RWE und Eon wollen nach einem Magazinbericht die anstehenden Koalitionsverhandlungen nutzen, um die milliardenschwere Brennelementesteuer für Atomkraftwerke zu kippen. Entsprechende Forderungen hätten Vertreter der Unternehmen in den vergangenen Tagen im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin und den beiden großen Parteien CDU/CSU und SPD lanciert, berichtete der Spiegel am Sonntag vorab aus seiner neuen Ausgabe.

Der Betrieb der neun verbleibenden Atommeiler lohne sich immer weniger, weil Sonne- und Windkraft den Strom aus diesen Kraftwerken zunehmend verdrängt und der Strompreis an den Börsen rapide gefallen sei, argumentieren demnach die Versorger. Manche Anlagen bewegten sich an der Grenze der Wirtschaftlichkeit, gleichzeitig verlangten die Behörden, die Meiler zur Sicherung der Versorgung in Betriebsbereitschaft zu halten. Als Ausweg aus der Misere fordern die Konzerne laut Spiegel eine schnelle Abschaffung der Brennelementesteuer, um eine vorzeitige Stilllegung von Atomkraftwerken zu vermeiden.

Die Bundesregierung hatte die Brennelementesteuer im Zuge des Atomausstiegs im Januar 2011 eingeführt. Sie soll dem Bund Einnahmen von geschätzt 2,3 Milliarden Euro pro Jahr sichern. Gegen die Einführung der Sonderabgabe haben die Stromkonzerne geklagt, abschließende Urteile stehen aber noch aus.

Von

afp

Kommentare (7)

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vandale

13.10.2013, 11:52 Uhr

Die Brennelementsteuer wurde 2011 in einem ökoreligiösem Delirium beschlossen. Obwohl Minister Röttgen und zahlreiche Abgeordnete studierte Juristen sind und demzufolge von diesem Metier im Gegensatz zur Technik zu Hause sind, wurde das Gesetz so formuliert, dass dieses von einigen Gerichten für nichtig erklärt wurde. Schön wäre es wenn dieses Gesetz am Ende von den Gerichten für nichtig erklärt wird.



Vandale

RDA

13.10.2013, 12:03 Uhr

Die Brennelementesteuer ist tatsächlich Blödsinn. Aber wie wäre es mit einer kommunalen Müllgebühr für Atommüll?
Es wird quasi neben die schwarze Tonne noch ein Castor-Behälter gestellt...Und die Kommune beauftragt dann eben den Bunde mit der weiteren Entsorgung des Atommülls.

MartinH

13.10.2013, 13:08 Uhr

Die großen Energiekonzerne sind doch selber Schuld.
Hätten sie nicht den Ausstieg vom Ausstieg aus der Atomenergie, welches sie mit SPD+Grüne beschlossen, gewollt.
Gebe es heute keine Brennelementsteuer.

Es wird immer Argumentiert das die Regerativen die Netzte überlasten und zuviel Strom produzieren.
Die realität sieht leider anders aus.
Die Regerativen schaffen mit hängen und würgen in spitzenlast Stunden gerade mal 40GW, aber zwischen 50GW-80GW wird in Deutschland immer gebraucht.
Normal sind um die 5-20 GW bei den Regenrativen Energien.
Das kann man alles nachschauen unter http://www.agora-energiewende.de/

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