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02.02.2011

16:43 Uhr

Energieriese

Eon führt eine Frauenquote ein

Eon prescht in der Debatte um die Förderung von Frauen vor: Der Energiekonzern will den Anteil weiblicher Führungskräfte deutlich erhöhen - und setzt sich faktisch eine Frauenquote.

Eon-Vorstandsmitglied Regine Stachelhaus: Der Dax-Konzern plant eine Frauenquote. Quelle: dpa

Eon-Vorstandsmitglied Regine Stachelhaus: Der Dax-Konzern plant eine Frauenquote.

DÜSSEDLORF. "Durch gezielte Entwicklungs- und Mentorprogramme für weibliche Mitarbeiterinnen mit Führungspotenzial wollen wir den Anteil weiblicher Führungskräfte mehr als verdoppeln", erklärte eine Sprecherin auf Anfrage des Handesblatts.

Bisher liegt der Frauenanteil unter allen Führungskräften von Eon bei rund elf Prozent. Damit strebt der Konzern eine Quote von mindestens 22 Prozent an. Letztlich dürfte die Zahl zwischen 25 und 30 Prozent liegen, wie das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfuhr. Der Vorstand des Energiekonzerns wird in den kommenden Wochen ein konkretes Programm erarbeiten.

Eon erfüllt damit als einer der ersten Dax-Konzerne die von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) gewünschte Vorgabe einer "flexiblen Frauenquote". Sie will die Unternehmen nicht per Gesetz zu einer festen Quote verpflichten. Die Unternehmen sollen sich vielmehr selbst Ziele geben, die sie aber auch klar kommunizieren und die sie einhalten müssen.

Eon hat mit Regine Stachelhaus als eines der ersten Dax-30-Unternehmen ein weibliches Vorstandsmitglied.

Kommentare (8)

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GEKO

02.02.2011, 19:45 Uhr

Eine freiwillige Unternehmensinterne Zielsetzung dieser Art halte ich für angemessen. Die von einigen Frauenverbänden verlangte gesetzliche Regelung - bis zur Festlegung von Frauenquoten in Aufsichtsräten - sollte unsere Gesellschaft im eigenen allgemeinen interesse nicht akzeptieren. Entscheiden muss schließlich immer noch die Qualifikation im Einzelfall und nicht eine gesetzlich festgelegte Quote.

tomtomtoy

02.02.2011, 20:51 Uhr

Mir wären die Ankündigung in Deutschland neue Kernkrafttechnische Anlagen bauen zu wollen lieber gewesen , aber zur Not tut es auch die Frauenquote .

Mariana mayer

02.02.2011, 20:53 Uhr

Gilt wieder mal nicht für die Leiharbeit, die in den Unternehmen erfolgt.

Nur teuer und hochgeförderte Uni Absolventinnen dürfen da mitmachen.
Das ist das Thema.

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